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Dienstag, 29. Juli 2014

blaubeerwald



hm. was sag ich jetzt dazu? 
dort sass ich still auf dem moos mit den zehen zwischen blaubeersträuchern und die kiefern knarzten und die schwalben knatterten. 
dort haben wir den eimer nicht voll bekommen, weil der kleine begleiter eher einen roten mund bekam und aus dem mund auch noch so viele fragen plätscherten: werden die bäume noch grösser? warum werden die nicht so gross? warum brauchen die kleinen bäume die blätter? da drüben ist ein baum umgefallen, guck mal, warum? warum sterben bäume? 
grosse themen zwischen gaumenfreuden...

und abends gabs blaubeerpfannkuchen und blaubeermarmelade auf dem campingkocher.




und eine blaubeermalstunde. (am besten malte es sich aber mit einem angespitzten kiefernstöckchen.)

wir waren mal wieder auf dem darß.

Freitag, 24. Januar 2014

bebuntete kiesel






der kleine begleiter ist ein grosser stock- und steinesammler. am meer und an der isar* neulich haben wir rucksäcke voll heimgeschleppt und auf reisen wieder entdeckt. und nach dem schicken holzscheitauto des grossen begleiters musste ich auch mal beweisen, dass ich verkehrsutensilien malen kann... ähem. 
all die anderen, meist braun-bunt verschmierten-bekleksten kiesel wollte der kleine begleiter raus bringen. schön wäre das, kieswege voller bunter steinchen. regenüberdauerndes.





* lange gabs nur diesen namen, "wir gehen jetzt zur isar", und immer dieser satz, und ich fragte mich zwischendurch: wie stellt er sich diese isar wohl vor? eine grosse frau? mit einem garten voller steine?

Montag, 19. August 2013

blaubeeren für später


ja, man kann sie kaufen. dann erspart man sich sauerei und kleckserei in der küche, gläser sammeln übers jahr, beeren pflücken und werweissnochwas.
man erspart sich aber auch den warmen, runden duft, der von der küche durch die wohnung zieht, vollgesogen mit süsse, frucht und sommer. man erspart sich den moment des öffnens, das leise ploppen, wenn ein stück sommer in den herbstwinter einzieht. man erspart sich die bunten finger, den holzlöffel in der sämigen suppe, die fingerspitze im mund, das gar nicht heimliche naschen und den stolz, wieder ein körbchen nach hause zu tragen und ein volles glas aufzureihen.
also ganz klare rechnung. odr? marmelade kochen im sommer muss sein.

(diese hier besteht aus 70 % frucht, nach diesem vorbild.)

Sonntag, 18. August 2013

das glück von oben



ab und zu bequemt sich das glück, ein stockwerk tiefer zu steigen und an der tür zu klingeln. es trägt kochmütze und schürze (und verrückte pantoffeln) und hält in der hand einen teller mit pfannkuchen. was das glück vielleicht weiss: in der küche warten zimt, zucker und eien handvoll blaubeeren, und gegen einen solchen morgen kann kein tag was ausrichten.

Samstag, 17. August 2013

mein blaubeerdings


bei uns um die ecke zaubert eine bardame, die ich ehrlich bewundere für ihre cocktailkunst. die serviert mir mein sogenanntes blaubeerdings jenseits der karte. ich weiss bloss: gin, finnischer heidelbeerlikör und zitrone. und noch so manches, vielleicht. und eine bar wie ein eisbrecher.
ich zweifle noch, ob ich mir heidelbeerlikör zulegen sollte. oder einfach öfter hingehn, zu der zauberfrau...

Freitag, 16. August 2013

blåbärsskogen



vielleicht sind wir alle erinnerungsgeschädigt, vielleicht lässt sich das auch positiv verstehen. vielleicht sind wir geprägt von kleinigkeiten, die sich innerlich ausbreiten bis zu grosszügigkeiten. vielleicht gibt es gründe für klassiker, denn der kleine begleiter begleitet mich allzu gern in diesen wald. mit allergrösster sicherheit erzählt dieses buch von (meinem) glück:

elsa beskow und karsten brandt: hänschen im blaubeerwald, loewe verlag




Donnerstag, 15. August 2013

heidelbeertarte






am liebsten schmeckts mit den kleinen wilden heidelbeeren (und es sieht auch am lustigsten aus, nach so einem vornehmen picknicker-tarte-genüsschen). und es ist der absolut schnellste schummelkuchen, den ich im inneren kochbuch hab. und es ist mein allererster selber aus erfahrung ausgedachter. (beim backen ists wie beim theater: es gibt einfach nix neues mehr. darum gehts aber auch nich.)


ca 250 g frischkäse (philadelphia am liebsten) und 1 ei  mischen


9 teelöffel zucker, 1 teelöffel vanillezucker dazu



die schale einer 1 limette (wahlweise zitrone, dann aber etwas weniger) dazu raffeln

weils dem kleinen begleiter zu laut ist, hab ich mir das rühren mit anderen handgeräten angewöhnt: eine gabel zum beispiel. 
einen fertigblätterteig in einer tarteform ausbreiten. pieksen. teigmasse darüber verteilen, etwas schütteln für die glätte. beeren drauf. grosszügig sein.
bei ca. 180 grad in den ofen, maximal 30 minuten. dann aber lieber noch 2 stunden in den kühlschrank (sonst: warm löffeln, der teigboden hält nicht stand).

Mittwoch, 14. August 2013

eine woche voller blaubeeren


ich ernähr mich von blaubeeren.
ich könnts das ganze jahr tun, aber es geht nunmal nur im sommer.
die lila zunge, zähne, lippen.
oder das zarte knacken ins helle fruchtfleisch.
ich hüpfe, wenn ich aufs feld darf. ich berste, wenn ich im wald den finderlohn in die hand kullern lasse. ich heisse hans, und schenk sie gerne her, der kleine begleiter lässt sie in scharen in den mund stürzen.
blaubeeren ernähren mich.

Donnerstag, 1. August 2013

er hat an der uhr gedreht


der kleine begleiter sagt ständig solche sache wie: "neiiiin, ich will sagen wie viel uhr es ist!" lange pause. "es ist dreissig uhr." naja, letzteres ist ein findus-zitat. könnte insofern aber auch in den satzschatz des kleinen vielredners gelangen. jedenfalls ist uhrenzeit und weil ich nix besseres vorhatte zwischen 23 und 24 uhr hab ich noch schnell aus einem unserer farbkreise (einem von meinen, hab mich nicht getraut einfach einen von seinen zweitzuverwerten ohne vorher zu fragen, so viel zu den hosen im haushalt) eine lernuhr gebastelt.
eine woche später kam sie in aktion: und zwar mit der kleinen hex. o-ton kleiner begleiter am abend danach: "morgens früh um sechs schreibt sie sms."
jetzt tun wir also alles parallel: uhrzeit lernen, dichten, reimen, drehen, zahlen teilen und vielleicht noch ab und zu farben. (gestern während dem abendbrot, unvermittelt: "mama, was ist wenn ich ein bisschen orange und ein bisschen gelb nehme?")

Mittwoch, 24. Juli 2013

leckerei: ziegenkäse-lavendel-walnuss-täschchen



könnt ihr euch dran erinnern, dass ich das wohl leckerste diesen sommer gekostet hatte? ohne kamera?
nun hab ich endlich alle zutaten beieinander gehabt, dank frau kaethe:

wenig lavendelsirup
150 g frischziegenkäse
eine kinderhandvoll walnüsse

ergibt zwei portionen

ziegenkäse mit lavendelsirup verrühren (weniger ist mehr), einige walnüsse, vielleicht halbiert, mitmischen lassen. auf zwei backpapierrechtecke verteilen. mit ein, zwei lavendelkolben und zwei, drei walnüssen drappieren. einpacken, zutackern, im 180-200° heissen ofen fünf bis sieben minuten verstecken und dann auspacken und freuen.

könnte zu wildfleisch passen. oder rind an granatapfelsauce. oder eben grillfleisch. 
oder auch einfach ganz alleine, denn eine halbe käsepackung ist ja nun auch nicht nix. 
aber es schmeckt halt so lecker.


Montag, 22. Juli 2013

farbenatelier: buntes domino









der kleine begleiter wollte einen farbkreis malen, und weil ich schon mitten drin war in den vorbereitungen, haben wir gleich kärtchen für ein farbdomino bemalt. während meine farben eigentlich immer recht sauber ("uni") ausschauen, werden die farbkarten des kleinen begleiters immer bunter - und dadurch auch ein bisschen kniffliger (und schöner!) beim domino-spielen: ist das jetzt lila? oder rot? blau? oder grün?

benutzt haben wir hierfür gouache farben, unsere absoluten lieblingsfarben: schön schmierig, verleiten eigentlich zum fingermalen, lassen sich herrlich verteilen, auch dick oder dünn, mischen und schmieren. und wieder auswaschen.

wir haben bloss ein bisschen zu wenig gelb und orange gemalt... wir chaoten. 
ach, aber nach all der farbmalerei haben wir dann plötzlich auch noch in schwarz, weiss und grau gemalt. nicht weniger aufgregend.

habt eine bunte woche!

ps: warum müssen diese fahrradkindersitzpolster eigentlich SO dermassen gruselig sein?

Donnerstag, 18. Juli 2013

farbenatelier: wege im eis








also für die hochwissenschaftlichen aktivitäten bzw. begleiterklärungen von chemischen/physikalischen phänomenen ist der kleine begleiter noch ein bisserl zu klein (und mich interessieren gerade die farben). es ging also hauptsächlich darum, die farbtuben möglichst vollständig mit dem salz zu vermantschen und den inhalt auf und neben dem eisklotz zu verteilen.
aber dann: was für ein farbenspektakel! 

hier unser vorbild bzw. unsere ideengeberin. der korrektheit halber hier eine umschreibung des eigentlichen projektes:
man braucht mindestens einen grösseren eisklotz, salz, lebensmittelfarbe. als unterlage empfiehlt sich doppelt und dreifache absicherung (wachstuch, handtuch, backblech, dann alufolie zwecks besser sichtbarkeit der farben). theoretisch geht es um die sichtbarmachung der wirkung von salz auf den gefrorenen zustand des wassers und der wege, die sich mit dem schmelzvorgang durch das eis ziehen - die farben also eher als "sichtmittel". wir haben das mittel zum zweck gemacht...

Sonntag, 14. Juli 2013

atelier im juli und august



vielleicht ist es schon aufgefallen, ich hab wieder mehr zeit. endlich komm ich zu all den projekten und wimmelideen in meinem kopf, die den platz für die eigentlichen hauptaufgaben gern und oft besetzen. nun aber: werde ich euch mehr über bücher für die kurzen berichten, mehr über medien und orte für dieselben, mehr über meine herzensidee und über unser nächstes projekt nach der wachstumswerkstatt (unser tagebuch füllen wir nach wie vor immer wieder mit neuem, auch davon bald wieder was): ein farben-atelier im juli und august.
ich möchte, besonders weil der kleine begleiter von sich aus draussen in der weiten ferne farben beobachtet ("mama, guck mal, der himmel ist ganz bunt") und in der bibliothek bücher aus den kisten pickt, die von farben handeln, eine zeitlang alles mögliche anstellen, was mit farben in beziehung steht.

einen ersten moment seht ihr oben, eine draussen-übung, die ich oft und gerne immer wieder bei anderen sehe: farben draussen suchen. beim suchen und entdecken hat der kleine begleiter fleissig mitgemacht, beim sammeln eher weniger. aber erstaunlich ist es schon, wie unterschiedlich farben wirken, wenn sie verteilt im grün bleiben oder aneinander geraten. die farbzuweisung habe ich übrigens ganz dem kleinen begleiter überlassen, und da war er ganz penibel: gänseblümchen sind eben weiss und gelb.


Dienstag, 2. Juli 2013

das gummiding









was machen kleine begleiter, wenn die grossen sehr ernsthaft eine kinderküche bauen und keine ohren haben, keine aufmerksamkeit, keine zeit jetzt gerade? und wenn dann auch noch ein paar bretter und schrauben und schraubenzieher rumliegen?
sie drehen schrauben in bretter.
und was machen grosse begleiterinnen, wenn ihnen beim aufräumen ein paar gummis in die hände fallen?
sie zeigen dem kleinen begleiter, wie man sie spannen kann, von schraube zu schraube. so geht ein A...
und aus sowas wird dann eben so ein gummibrettdings, mit dem formen und farben gespannt und entspannt werden können stundenlang. und immer und immer wieder.
gestern haben wir ein gummibrettkonzert veranstaltet.
fantastisch.

und keine sorge, die sache mit der kinderküche wird noch berichtet. wenn sie dann vollständig ist, die gute.


Dienstag, 28. Mai 2013

wachstumswerkstatt: im fotoatelier (experiment mit licht)


in meiner kiste fand sich noch eine schwarze tüte mit solar-fotopapier. das mussten wir gleich ausprobieren:


man braucht eine platte (bei uns museumskarton), frischhaltefolie, stecknadeln, solarfotopapier und blätter, gräser, blumen, federn... 


auf das solar-fotopapier arrangiert der kleine begleiter seine blätter. dann kommt die folie drüber, gespannt mit 4 stecknadeln. nun lässt man das ganze eine weile in der sonne liegen, bis die ränder annährend weiss (hellblau) sind.


in einem dunklen raum löst man die folie und nimmt die blätter und federn ab.


drei minuten im wasser baden und dann zum trocknen aufhängen (oder legen). wenn die blätter trocken sind, über nacht unter einem bücherstapel pressen. und nun schaut mal, was sich da schönes entwickelt hat: