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Mittwoch, 16. Juli 2014

frühsommerreise: muschelschach


auch am strand haben wir uns wieder ein spiel ausgedacht, ein "spiel-spiel": das muschelschach.



gespielt wird mit jeweils acht bis zehn schwarzen mies- und weissen (oder hellen) muscheln. spielfeld ist eigentlich der sand: sechs reihen, vier bis fünf spalten. ziel ist, wie beim schach, seine muscheln in die reihen des anderen zu bringen. 



es gelten die bauernzüge: gradeaus oder seitwärts darf gezogen werden. eigene muscheln können überhüpft werden.



wird eine muschel der gegenfarbe überhüpft, muss diese vom spielfeld (hier weiss von schwarz überhüpft). 



und am ende gewinnt, wer am schnellsten drüben ist - und am meisten muscheln ans andere ufer gerettet hat.


Freitag, 11. Juli 2014

frühsommerreise: hollerglück




rund um die burg saissac wuchs ein hollerbusch neben dem anderen. während wir weiter oben in der montagne noir noch büsche kurz vor der blüte mit dem auge sammelten, standen sie weiter "unten" schon in voller blüte. das war ein echtes glück, denn in der schweiz durfte ich dann gleich nochmal ernten, wegen zeitversetzter blüte!





meinen burg- und vorgartenschatz hab ich nach zwei rezepten verarbeitet. 

in frankreich gabs hollersaft, der dann nur leicht verdünnt mit minze und zitrone besonders nach gartenarbeit schmeckt:

zwei liter wasser
mit 500 gr zucker zehn minuten kochen lassen. anschliessend auskühlen lassen.
drei weitere liter wasser,
saft von fünf zitronen hinzugeben 
und so viele dolden wie platz haben (mindestens 8 grosse) einlegen.
mit einem tuch abgedeckt 25 stunden an der wärme stehen lassen. 
in flaschen abfüllen und schnell trinken.

leider hat dieser saft den frühen sommer frankreichs nicht überlebt.

deswegen gabs in der schweiz dann klassischen hollersirup, der mit viel wasser auch lecker nach gartenarbeit schmeckt:
so viele dolden wie platz haben (mindestens 8 grosse)
in 1 liter kaltes wasser legen.
ein bis zwei tage zugedeckt an der sonne stehen lassen.
mit 1 kg zucker und etwas zitronensaft aufkochen.
in flaschen abfüllen.

dieser sirup hat die heimreise überlebt.





Mittwoch, 5. Februar 2014

holunderschnee



das ist das werk des kleinen begleiters... 

  

und das hab ich irgendwie geschafft, aus diesem pulvrigen etwas namens schnee, längst schon wieder geschmolzen, zu formen: keine sorge, es ist nichts ansteckendes, nur holunder. der tut noch lange seine dienste, wenn frau ihn in den tiefen des kühlschranks unverhofft wieder findet... 




ein paar schneemenschen wurden aufgehübscht. 
eine familie mit kind kam vorbei und das kind musste gleich die rote nase anfassen. der vater brauste auf, warum das kind immer alles anfassen müsse, ein taschentuch wurde gefunden, und die hände jetzt nicht in den mund, wer weiss was das ist. 
nachdem ich das eine weile beobachtet hatte, musste ich aufklären. 
in was für ängsten wir ständig leben. ich hätte wohl nicht anders vorsichtig reagiert. aber diese ängste hab ich sowas von satt.




also mussten noch ein paar schrumpfköpfe her, wieder politisch nicht korrekt, während der kleine begleiter stöcke schleppt und vom eisklotz springt.... 

die idee mit dem holunder kam von der naturmama - dort noch ganz poetisch...

Samstag, 1. Februar 2014

wintervögel VI: spuren im schnee


falls es jemand erkennen kann: eine vogelspur im schnee, entdeckt neben der rutsche vor der kita. nach den post-kita-parties der kurzen auf dem verschneiten spielplatz finden also offensichtlich noch weitere parties statt. klar, der eine oder andere krümel wird schon zu finden sein.
im strand hatten wir sogar reh- und hasenspuren entdeckt.
aber diese spur ist noch etwas anderes, eine gute gelegenheit um euch etwas zu erzählen, was mich zu einem gespannten regenschirm und einem honigkuchenpferd werden lässt: dem kleinen begleiter hatte ich nach unserer weit über die frühlings- und sommermonate hinausgehenden wachstumswerkstatt versprochen, für das kommende frühjahr ein beet aufzutreiben. und im spätherbst ging das auf einmal viel schneller als erwartet: sobald der boden wieder was aufnehmen kann, werden wir im gemeinschaftsgarten an der kluckstrasse mit den zwei wunderbaren gärtnerinnen Gabi und Julia unsere finger dreckig machen. und davon werd ich wieder berichten, hier und dort, und ich freu mich riesig, dieses jahr furchtbar viel über das wachsenlassen zu lernen.

Montag, 29. Juli 2013

ein sonntag












klebrige finger vom samen-aus-den-kämmerlein-friemeln: akelei.
pinke farbwunder in grünen schoten.
rote finger von schwarzen, weisse, roten johannisbeeren, stachelbeeren die stacheln, birnen, äpfel, zwetschgen, die noch geduld nötig haben.
flatternde schmetterlinge, flatternde grünfinken.
blaues im salat, der selbst aus dem beet kommt.
in lavendelduft baden.

nach so einem tag mag ich ein erntedankfest machen, ein kleines feines. 


Mittwoch, 24. Juli 2013

leckerei: ziegenkäse-lavendel-walnuss-täschchen



könnt ihr euch dran erinnern, dass ich das wohl leckerste diesen sommer gekostet hatte? ohne kamera?
nun hab ich endlich alle zutaten beieinander gehabt, dank frau kaethe:

wenig lavendelsirup
150 g frischziegenkäse
eine kinderhandvoll walnüsse

ergibt zwei portionen

ziegenkäse mit lavendelsirup verrühren (weniger ist mehr), einige walnüsse, vielleicht halbiert, mitmischen lassen. auf zwei backpapierrechtecke verteilen. mit ein, zwei lavendelkolben und zwei, drei walnüssen drappieren. einpacken, zutackern, im 180-200° heissen ofen fünf bis sieben minuten verstecken und dann auspacken und freuen.

könnte zu wildfleisch passen. oder rind an granatapfelsauce. oder eben grillfleisch. 
oder auch einfach ganz alleine, denn eine halbe käsepackung ist ja nun auch nicht nix. 
aber es schmeckt halt so lecker.


Montag, 22. Juli 2013

farbenatelier: buntes domino









der kleine begleiter wollte einen farbkreis malen, und weil ich schon mitten drin war in den vorbereitungen, haben wir gleich kärtchen für ein farbdomino bemalt. während meine farben eigentlich immer recht sauber ("uni") ausschauen, werden die farbkarten des kleinen begleiters immer bunter - und dadurch auch ein bisschen kniffliger (und schöner!) beim domino-spielen: ist das jetzt lila? oder rot? blau? oder grün?

benutzt haben wir hierfür gouache farben, unsere absoluten lieblingsfarben: schön schmierig, verleiten eigentlich zum fingermalen, lassen sich herrlich verteilen, auch dick oder dünn, mischen und schmieren. und wieder auswaschen.

wir haben bloss ein bisschen zu wenig gelb und orange gemalt... wir chaoten. 
ach, aber nach all der farbmalerei haben wir dann plötzlich auch noch in schwarz, weiss und grau gemalt. nicht weniger aufgregend.

habt eine bunte woche!

ps: warum müssen diese fahrradkindersitzpolster eigentlich SO dermassen gruselig sein?

Sonntag, 14. Juli 2013

atelier im juli und august



vielleicht ist es schon aufgefallen, ich hab wieder mehr zeit. endlich komm ich zu all den projekten und wimmelideen in meinem kopf, die den platz für die eigentlichen hauptaufgaben gern und oft besetzen. nun aber: werde ich euch mehr über bücher für die kurzen berichten, mehr über medien und orte für dieselben, mehr über meine herzensidee und über unser nächstes projekt nach der wachstumswerkstatt (unser tagebuch füllen wir nach wie vor immer wieder mit neuem, auch davon bald wieder was): ein farben-atelier im juli und august.
ich möchte, besonders weil der kleine begleiter von sich aus draussen in der weiten ferne farben beobachtet ("mama, guck mal, der himmel ist ganz bunt") und in der bibliothek bücher aus den kisten pickt, die von farben handeln, eine zeitlang alles mögliche anstellen, was mit farben in beziehung steht.

einen ersten moment seht ihr oben, eine draussen-übung, die ich oft und gerne immer wieder bei anderen sehe: farben draussen suchen. beim suchen und entdecken hat der kleine begleiter fleissig mitgemacht, beim sammeln eher weniger. aber erstaunlich ist es schon, wie unterschiedlich farben wirken, wenn sie verteilt im grün bleiben oder aneinander geraten. die farbzuweisung habe ich übrigens ganz dem kleinen begleiter überlassen, und da war er ganz penibel: gänseblümchen sind eben weiss und gelb.


Samstag, 18. Mai 2013

auskehren










puh, der deckeleffekt, oder wie das hiess in der ollen zahlenzählerei: wir machen viel.

zum beispiel auf der wiese liegen und in die wellenwut der tiergärtnerischen mischbäume blicken.
oder blumen wieder ohne namen finden. aber hübsch sind sie trotzdem. vielleicht will ich auch grad zu viel benennen.
oder in starenschwärmen mit vollen schnäbeln anhalten und sich gegenseitig beäugen.
oder den abgeworfenen reisig der birken sammeln und einen hexenhandbesen basteln.
oder weisslinge verfolgen.
oder raupen begrüssen (und schnell wieder wegschicken).

und mehr kommt oder gibts bei der naturmama.

ach, und ich hab mir vorgenommen: immer schnur und messer und sonstsozeugs mit dabei haben. ein zujedergelegenheitbastelkit sozusagen.