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Samstag, 2. November 2013

brenne auf mein licht





von eicheln hab ich für dieses jahr genug. zu viele eichzelzipfelfaltermaden sind aus unseren sammelbeständen geschlüpft, irgendwann lässt sich die grundemotion ekel nicht mehr mit sammelfreude überdecken. wenigstens sind die hütchen harmlos. und gnädig für alle fremd- und eigenideen für unterbeschäftigte herbstliebhaberinnen. also stand ich am herd und hab wachsreste in winzige schüsselchen getröpfelt, während der grosse und kleine begleiter kopfschüttelnd daneben standen: jetzt treibt sie's aber ein bisserl zu weit... und dann? dann haben wir das ganze in flammen aufgehen lassen. auch schön, ein höhenfeuer auf dem esstisch.

... aber nur meine liebe wohnung nicht...
 

Montag, 16. September 2013

sonne


ich glaube, ich möchte in allen berliner gärten sonnenblumen säen und auf allen verlassenen spielplätzen strandhafer. und im spätsommer schicken wir die grossen mit den kleinen in scharen zu den schwarzen köpfen und picken, knibbeln und teilen fürs nächste jahr und den winter der vögel.
zwischen papierseiten plätten sich diese ableger des lichts für weissichnochnicht - aber ein wenig sonnenblätter auf vorrat können niemals schaden. ich freu mich über den herbst, ich freu mich auf den berliner winter.

und den mundraub hab ich entdeckt. muss noch ausprobiert werden, und ergänzt, hier im kiez wimmelts von holunderbäumen, vogelbeerbäumen, haselsträuchern... das kornfeld beim gleisdreieckpark... 


Donnerstag, 29. August 2013

farbenatelier: naturfarben








mein wahrscheinlich vorerst letzter beitrag aus unserem farbenatelier. obwohl noch so vieles auf der liste steht, was wir mit farben anstellen könnten - aber, ehrlich gesagt, mit dreieinhalb hat man noch ein paar jährchen vor sich, also auch ein paar weitere gelegenheiten, mit farben zu experimentieren. davon geh ich jetzt einfach mal aus.
also heute das grand finale: einmal wollte ich farben aus naturmaterialien herstellen. viel gelesen, hier hauptsächlich (aber festgestellt: nächstes jahr eventuell doch ein buch mit detaillierteren beschreibungen, denn die details scheinen entscheidend zu sein).

beim einkochen des holunders (spielplatz!) für geleee und sirup (aber ich mag den blütensirup halt lieber) hab ich den farbsud der ausgequetschten früchte aufgehoben. er hält sich auch noch nach einer woche im kühlschrank. gestern haben wir löwenzahnblätter und birkenblätter für gelbe farbe gesammelt, ich abends noch hexengeköchelt (wie die birke duftet! allein das lohnt) und ausprobiert.
klarer liebling: holunder. auch mit speisestärkenverdickung wird aus den blättern nicht wirklich gelb.

aber der holunder... der könnte meine lieblingsfarbe überhaupt werden...

Montag, 22. Juli 2013

farbenatelier: buntes domino









der kleine begleiter wollte einen farbkreis malen, und weil ich schon mitten drin war in den vorbereitungen, haben wir gleich kärtchen für ein farbdomino bemalt. während meine farben eigentlich immer recht sauber ("uni") ausschauen, werden die farbkarten des kleinen begleiters immer bunter - und dadurch auch ein bisschen kniffliger (und schöner!) beim domino-spielen: ist das jetzt lila? oder rot? blau? oder grün?

benutzt haben wir hierfür gouache farben, unsere absoluten lieblingsfarben: schön schmierig, verleiten eigentlich zum fingermalen, lassen sich herrlich verteilen, auch dick oder dünn, mischen und schmieren. und wieder auswaschen.

wir haben bloss ein bisschen zu wenig gelb und orange gemalt... wir chaoten. 
ach, aber nach all der farbmalerei haben wir dann plötzlich auch noch in schwarz, weiss und grau gemalt. nicht weniger aufgregend.

habt eine bunte woche!

ps: warum müssen diese fahrradkindersitzpolster eigentlich SO dermassen gruselig sein?

Donnerstag, 18. Juli 2013

farbenatelier: wege im eis








also für die hochwissenschaftlichen aktivitäten bzw. begleiterklärungen von chemischen/physikalischen phänomenen ist der kleine begleiter noch ein bisserl zu klein (und mich interessieren gerade die farben). es ging also hauptsächlich darum, die farbtuben möglichst vollständig mit dem salz zu vermantschen und den inhalt auf und neben dem eisklotz zu verteilen.
aber dann: was für ein farbenspektakel! 

hier unser vorbild bzw. unsere ideengeberin. der korrektheit halber hier eine umschreibung des eigentlichen projektes:
man braucht mindestens einen grösseren eisklotz, salz, lebensmittelfarbe. als unterlage empfiehlt sich doppelt und dreifache absicherung (wachstuch, handtuch, backblech, dann alufolie zwecks besser sichtbarkeit der farben). theoretisch geht es um die sichtbarmachung der wirkung von salz auf den gefrorenen zustand des wassers und der wege, die sich mit dem schmelzvorgang durch das eis ziehen - die farben also eher als "sichtmittel". wir haben das mittel zum zweck gemacht...

Mittwoch, 17. Juli 2013

endlich: die kinderküche









sie war unser projekt für regnerische tage, die jetzt märchenhaft weit zurück liegen. und endlich sind auch die töpfe und die pfanne angekommen, so dass dem schnitzel-nudeln- und kaffeekochen nichts mehr im wege steht. erstaunlicherweise gleicht ja in dieser schieren menge an kinderküchen im netz keine eine der anderen. unsere ist aus zwei älteren kisten vom grossen schweden (ehemals bücherregal, immer wieder umfunktionialisiert), neuen und alten hölzern, einer fotoentwicklungsschale und diversen fundstücken entstanden. die farbauswahl hat der kleine begleiter selbst getroffen. eine woche grosses gemeinsames werken, viele wochen küchenfreude...


Sonntag, 14. Juli 2013

farbenatelier: draussen malen





neben spritzen-malerei (auch "pollock-malerei" genannt) hatte ich die zahnbürsten-malerei auf der liste. diesmal mit wasserfarben, wieder einem sehr grossen blatt papier, zahnbürsten und blattwerk. mittels der aufgelegten blätter können "negativ"-schatten der umrisse "gezaubert" werden. das hat den kleinen begleiter und seinen kleinen nachbarn aber schnell nicht mehr so interessiert: da wurden lieber baumstämme, herumliegende blätter und der boden angemalt und dann vieles getan, in das ich nicht mehr eingeweiht wurde. eine anständige zahnbürstenmalerei ist aber auch eine geduldssache.

atelier im juli und august



vielleicht ist es schon aufgefallen, ich hab wieder mehr zeit. endlich komm ich zu all den projekten und wimmelideen in meinem kopf, die den platz für die eigentlichen hauptaufgaben gern und oft besetzen. nun aber: werde ich euch mehr über bücher für die kurzen berichten, mehr über medien und orte für dieselben, mehr über meine herzensidee und über unser nächstes projekt nach der wachstumswerkstatt (unser tagebuch füllen wir nach wie vor immer wieder mit neuem, auch davon bald wieder was): ein farben-atelier im juli und august.
ich möchte, besonders weil der kleine begleiter von sich aus draussen in der weiten ferne farben beobachtet ("mama, guck mal, der himmel ist ganz bunt") und in der bibliothek bücher aus den kisten pickt, die von farben handeln, eine zeitlang alles mögliche anstellen, was mit farben in beziehung steht.

einen ersten moment seht ihr oben, eine draussen-übung, die ich oft und gerne immer wieder bei anderen sehe: farben draussen suchen. beim suchen und entdecken hat der kleine begleiter fleissig mitgemacht, beim sammeln eher weniger. aber erstaunlich ist es schon, wie unterschiedlich farben wirken, wenn sie verteilt im grün bleiben oder aneinander geraten. die farbzuweisung habe ich übrigens ganz dem kleinen begleiter überlassen, und da war er ganz penibel: gänseblümchen sind eben weiss und gelb.


Freitag, 12. Juli 2013

wachstumswerkstatt: es wächst noch was







 









da wächst noch was. dachte, vielleicht interessierts euch, dem wachsen mal zuzusehen.
wir machen das täglich, immer noch.
die bohnen sind bald bei der zimmerdecke bzw. den nachbarn angelangt, aber von bohnen selbst noch keine spur.
gerade rätsle ich, wann wir wohl mal die radieschen ziehen sollen - vielleicht haben wir dann glück, und salat und möhren schnappen sich die zweite chance.
die kastanie aus dem hof haben wir wieder in den hof gestellt: bei uns hat sie sich nicht wohlgefühlt. die avocadokerne haben alle angefangen zu schimmeln.
ich fürchte, es sind sonnenblumen, die da so wacker nach dem licht wachsen. aber sie sind wunderbar um die verrücktesten bewegungsübungen vor dem fenstersims zu machen: sich bewegen wie die pflanzen wachsen.

im hof gedeihen übrigens männertreu und storchschnabel, letzterer hat das buschwindröschen überwachsen und ersterer das gras sehr zur seite gedrängt. (merke: von anfang an platz lassen fürs wachsen.) der farn wurde wohl opfer von wilderen zeitgenossen... und der kleine begleiter, der grosse und ich fragen uns weiter: wollen wir einen schrebergarten? wollen wir den hof bepflanzen? wollen wir einen gemeinschaftsgarten? wollen wir raus, weg, in den grössten garten überhaupt?
(ja)

Dienstag, 2. Juli 2013

das gummiding









was machen kleine begleiter, wenn die grossen sehr ernsthaft eine kinderküche bauen und keine ohren haben, keine aufmerksamkeit, keine zeit jetzt gerade? und wenn dann auch noch ein paar bretter und schrauben und schraubenzieher rumliegen?
sie drehen schrauben in bretter.
und was machen grosse begleiterinnen, wenn ihnen beim aufräumen ein paar gummis in die hände fallen?
sie zeigen dem kleinen begleiter, wie man sie spannen kann, von schraube zu schraube. so geht ein A...
und aus sowas wird dann eben so ein gummibrettdings, mit dem formen und farben gespannt und entspannt werden können stundenlang. und immer und immer wieder.
gestern haben wir ein gummibrettkonzert veranstaltet.
fantastisch.

und keine sorge, die sache mit der kinderküche wird noch berichtet. wenn sie dann vollständig ist, die gute.