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Freitag, 26. September 2014

wasserreise: lago maggiore



 am lago maggiore, gleicht hinter der schweizer grenze, gibt es furchtbar leckere ravioli, das vielleicht beste pesto genovese überhaupt, und ungeheuer viele enten.




wusstet ihr, dass enten eicheln essen? wir haben nicht rausfinden können, welche sie bevorzugen (grün, braun, frisch, alt, fleckig, mit tierchen drin oder ohne) - aber in diesen tagen sind sie mit sicherheit satt geworden (hoffentlich haben sie keine blähungen bekommen).
 

Donnerstag, 25. September 2014

wasserreise: schwarzwald

ja, jetzt sitze ich hinter tischen aller art, mit aufgeschlagenen buchdeckeln vor mir und freu mich dran. aber gerade eben, da waren wir noch woanders. das bezaubernde wörtchen für die zweite heuernte, die rund um unsere tage im schwarzwald stattfand, hab ich schon wieder vergessen (aber ich werd nachfragen. es klang genau so, wie das heubüschel duftete). 
an fünf wassern waren wir gewesen, angefangen bei der dreisam - oder eher bei dem zulauf zur dreisam, dem osterbächle. klein und wild wie ein fünfjähriges kind, bevor die dreisam kanalisiert durch die städte fliesst. der osterbächle, das ist unser, mein bächle, darin haben meine gummistiefel mit meinen füssen drin gewohnt, und der kleine begleiter verlegt jetzt auch seinen wohnort "in spiel" dorthin, hinter dem maisacker und unter den hängenden buchenzweigen.

 



obwohl ich dort eigentlich nicht aufgewachsen bin, versammelt meine grossmutter eine ganze horde von enkelkindern um sich, die mit diesem ort alle heimatliche bilder verknüpfen - geborgenheit und freiheit, hat astrid lindgren festgestellt, waren die grundvoraussetzungen für ihre glückliche kindheit. das haus mit dem garten, dem feld dahinter und noch weiter dem bächle, das ein wilder fluss für uns inselbewohner war, das waren die grenzen unserer freiheit, die gross war.

auf dem rückweg flog unvermittelt ein vogel in nachbars fenster. wir und er sind leicht erschrocken, aber alle sind heil davon gekommen. wir haben aber trotz dem dicksten vogelbuch in uromas regal nicht rausfinden können, wer da auf dem ast sass - könnte uns vielleicht jemand helfen? ein paar angaben zum lebensraum habt ihr ja...



Dienstag, 5. August 2014

pimp my bike: der fahrradkorb 2



es war märz, da hab ich gross was angekündigt. na gut, wenigstens war es dieses jahr und noch ist der sommer nicht vorbei: das aufmöbeln meines fahrrads. und zwar für diesen sommer im besonderen: der fahrradkorb.
im märz kamen vanillestengelröhrchen innen an den korbrand, um jederzeit blumen und ähnliches mitgehen lassen zu können, ohne die gewächse durch wasserentzug zu sehr zu martern. 
neu dazu gekommen ist neben den stoffblumen eine überbordende menge an kunstblumen aus dem asiamarkt, ganz korrekt eingekauft. damit steh ich, um mal ein bisserl zu protzen, bei den kurzen ganz oben: "hast du ein blumenfahrrad?!" 
von mir aus könnte auch noch efeu den rahmen entlang wuchern....
weil jetzt ein paar dinge im korb dazu gekommen sind, war das wichtigste eine regenabdeckung. sie wird befestigt mit fünf gummischnüren, deren schlaufen ich an fünf drahthaken am unteren ende des korbes einhängen kann.



innen drin gibts jetzt für die notorische schlüsselverlegerin einen kabelbinderhaken für den schlüssel (mit karabiner zum einhängen) - und mein ganzer stolt: eine lackierte blechdose als getränkehalter, auch befestigt mit draht an den weidenzweigen. 

ich liebe die fröhlichen blicke älterer damen, die mir entgegen sausen, wenn ich vorbei rattere. biiiiisycle biiiiiiisycle ....

(und um wieder in der tradition vom ankündigen zu bleiben: der rahmen soll noch aufgehübscht werden mit klebebändern, unter anderem fluoreszierend. um meinen beitrag an die sicherheit zu liefern. und hinten dran an das fahrrad möchte ich manchmal einen anhänger hängen können, um meine erd- und gesteinsmehlsäcke inklusive töpfen und pflanzen mal nicht mehr auf dem gepäckträger stapeln zu müssen. anleitung von einfälle statt abfälle, ein grandioses kompendium.)

 

Montag, 28. Juli 2014

fensterbankinseln: vom giessen

für meine nachbarn
 
lieber seltener mehr giessen als öfter nur ein bisschen.
im zweifelsfall den zeigefinger fingertief in die erde stecken: ist die erde an der fingerspitze noch feucht, muss nicht gegossen werden.


pflanzen sind unterschiedlich. manche mögen's lieber trocken, manche lieber feucht. informieren, aber vor allem: beobachten! im letzten jahr habe ich meine pflanzen kennen gelernt, ihre zeichen zu lesen gelernt - nicht immer bedeuten hängende blätter gleich grossen durst...


die wurzeln sollten auf keinem fall in staunässe stehen. deshalb am besten bereits beim einsetzen in den topf tonkugeln (leicht) oder kies (schwer) als fundament in den topf geben. ein loch im boden des topfes ist ein muss. das daraus ausgelaufene, überschüssige wasser sollte nach einer stunde weggekippt bzw. wieder in die giesskanne gekippt werden.

um bei feuchter erdoberfläche zu verhindern, dass viecher einziehen, die erde mit einer feinen schicht sand besieben.


die gesamte erde im topf begiessen: die wurzelhärchen, also die enden der wurzeln, befinden sich nicht in der mitte des topfes!

handwarmes wasser benutzen. also zum beispiel die giesskanne befüllen und ein paar stunden stehen lassen. wenn möglich regenwasser oder wasser vom gemüse waschen sammeln und zum giessen verwenden.

abends oder morgens giessen. und dabei bleiben. denn die pflanzen stellen sich darauf ein.


 
biologisch düngen heisst: pflanzensude aus brennessel, ackerschachtelhalm oder beinwell verdünnt giessen, bei krankheiten wie pilzbefall oder läusen auch über die blätter sprühen.

Freitag, 17. Januar 2014

wintervögel IV



ja, das sind auch wintervögel. die füttern enkel und omas mit brot, und die töchter dazwischen machen fotos, obwohl sie's besser wissen. hoffentlich hatte niemand bauchschmerzen diesen winter.


warum hat eigentlich irgendjemand mal für männlein und weiblein unterschiedliche namen erfunden? erpel und ente und ricke und bock und all das zeugs? hab auf das "warum" des kleinen begleiters noch keine glaubhafte antwort gefunden. meldungen willkommen.

Samstag, 21. Dezember 2013

reisebericht




da warn wir.
windstärke stärker als mensch.
im angesicht von unterwasser übernachten. das wär schön.
abends im ohr die eintracht des zweifachen rauschens, wind und wasser.
flackerndes dickichtgestrüpp im kamin. das flache hinterland.

wer noch reiselust wecken muss bei den kurzen, lege sich diesen atlas zu. 


Sonntag, 3. November 2013

wollknäuel


doch, das musste noch sein. und wolle ist auch noch da. aber das nächste mal schau ich zuerst bei der naturmama, da gabs nämlich so wundersame flüsterkugeln... diese hier machens dem holundervölkchen gemütlich.  auch wenn sie etwas knorpelig geworden sind.

Freitag, 1. November 2013

gute reise



so von wegen post: wir sind wohl etwas vernarrt in das thema (hier: schon etwas älter, aber immer wieder in gebrauch. ein glück haben wir so viele umschläge im haus): wir haben eine flaschenpost, mit echter briefmarke und wachsversiegelung, in die spree geworfen. bis beirut muss sie kommen...

Mittwoch, 16. Oktober 2013

krummes von links beim onkel


ehrlich wahr, weil wieder bestätigt: von links, also nicht dem haupteingang (haben wälder überhaupt haupteingänge?), lässt sichs schöner ankommen eintreten. krumme lanke von der strasse vom onkel tom aus, nämlich. mit verwunschenen treppen gefallener villen (braucht eh kein mensch), weniger spaziergängern.


der kleine tiger ging pilze finden ...


und der kleine bär ging fische angeln im fluss. 
da brauchen wir uns vor nichts zu fürchten, denn der kleine begleiter ist der kleine bär und der kleine tiger auf einmal.
und manchmal tragen wir ihn ein stückel.


aber warum ausgerechnet jetzt ganze horden von schimmernden mistkäfern unterwegs sind, dass man kaum auf den wegen treten kann ohne verheerende unfälle, das soll mir mal einer erklären. wikipedia kanns nämlich nicht.


Samstag, 5. Oktober 2013

wieder raus





ob heimat oder ferne, eines zur speisung und eines, damit man sich freut, das eine ist hier und das andere in grossen lettern, gesperrt und fett als versprechen unten aufm parkplatz. kleine ausflüge in die nähere sich noch immer neu anfühlende heimat  (verflucht, bin ich froh, in berlin angekommen sein, vor genau vier jahren). die krumme lanke macht grade blicke ins weite, auch an menschenprallen feiertagen. sonne aus dem eiskalten wind saugen. schnecken essen, schoko (nutella!) für den kleinen begleiter, ich lass das erste glas johannisgelee ploppen für die roten. der waldboden gedeckt mit eicheln, knusprig-weich. aus dem see fischt der kleine begleiter, manchmal tiger, manchmal bär, rinden-fische und zweig-forellen, hast du davon noch nie gehört? 

vor einem jahr im winter war ich mal in naugarten, also hier. alleine. war das schön. wildes brandenburg, so wiedersprüchlich das klingt, es ist mir immer noch lieber als weiter südlich, zumindest was dort unter 800 höhenmetern liegt.

und mit etwas schnecken- und gurkenhilfe wurden der kleine begleiter und ein schwan noch freunde. was bestechung so alles ausrichten kann...

Sonntag, 11. August 2013

klar und deutlich



um die rotfedern aus dem warum-see-bild zu fangen waren wir mit fischernetz und becherlupe ausgerüstet. die anleitung für die becherlupe haben wir auch dort gefunden. aber ohne frischhaltefolie geht gar nix, und die gabs nicht im temporären zuhause. trotzdem zog der kleine begleiter los: "jetzt können wir klar und deutlich sehen."

Samstag, 10. August 2013

wo die wilden tiere wohnen




war das ein paradies für den kleinen begleiter: froschaugen, die uns beinah ebenso lang angucken wie wir sie. wasserläufer, die immer schneller sind als wir fänger. liberbellen, überall, grosse, immer lange, kleine, alleine und im doppelpack. 



nach dem ersten anfreunden haben wir täglich mindestens fünf frösche gefangen. was sind die fein und leicht auf der hand! habt ihr die goldenen augen gesehen? manche wärmten ihre kühlen bäuche in unserer handmuschel. manche warn schnell wieder weg. und einige wohl das mittagessen für die störche, die so weitflügelig über unsere köpfe schwebten.
und zwischendrin gabs dazu das märchen vom froschkönig. stell dir vor, die königstochter schmeisst so einen kleinen frosch gegen die wand. und stell dir vor - so einen kleinen frosch zu küssen...


heuschrecken undoder grillen (pardon, ich habs extra nachgelesen im warum, aber ich kanns mir einfach nicht merken) sind wir auch hinterher gerannt. diese hier, mit nur einem instrumentenbein, ist tatsächlich gesprungen. ich konnt sie grad noch aus dem wasser fischen.
abends wurde "die grille und der maulwurf" aus dem regal gezogen...


vor unserem temporären zuhause wuchs überall lavendel. und im lavendel surrten abermillionen hummeln und brummeln, nein, schmetterlinge und falter. der kleine a konnte sie am ersten tag mit der hand fangen. der kleine begleiter hat fünf tage geübt und am ende das schlagen des leichtesten flügels gespürt. dann wurde er übermütig und erwischte einen weissling etwas gröber. eine gute, wenn auch nicht willkommene gelegenheit, um deutlich zu machen, wie sorgsam mit diesen kleinen kreaturen umgegangen werden muss. also wurde der weissling gepäppelt und getröstet, in die geschützte sonne gelegt - und flog wieder davon. in den lavendel.

Donnerstag, 18. Juli 2013

farbenatelier: wege im eis








also für die hochwissenschaftlichen aktivitäten bzw. begleiterklärungen von chemischen/physikalischen phänomenen ist der kleine begleiter noch ein bisserl zu klein (und mich interessieren gerade die farben). es ging also hauptsächlich darum, die farbtuben möglichst vollständig mit dem salz zu vermantschen und den inhalt auf und neben dem eisklotz zu verteilen.
aber dann: was für ein farbenspektakel! 

hier unser vorbild bzw. unsere ideengeberin. der korrektheit halber hier eine umschreibung des eigentlichen projektes:
man braucht mindestens einen grösseren eisklotz, salz, lebensmittelfarbe. als unterlage empfiehlt sich doppelt und dreifache absicherung (wachstuch, handtuch, backblech, dann alufolie zwecks besser sichtbarkeit der farben). theoretisch geht es um die sichtbarmachung der wirkung von salz auf den gefrorenen zustand des wassers und der wege, die sich mit dem schmelzvorgang durch das eis ziehen - die farben also eher als "sichtmittel". wir haben das mittel zum zweck gemacht...