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Sonntag, 12. Oktober 2014

tiergarten

der tiergarten ist ein garten und kein wald. obwohl ich wenig so vermisse an täglichem wie die radstrecke durch diesen künstlichen wald mit geschichte. einmal habe ich zu semesterzeiten über den tiergarten als ordnungssystem gesprochen. denn ein wald folgt seinen eigenen regeln, die von besuchern, försterinnen und anderem menschlichen zwar umgrenzt, überschritten und begriffen sein möchten. der tiergarten unterliegt den menschlichen ordnungskriterien. 
was ihn nur ein klein wenig weniger zur erholungsinsel in der stadt macht.



wenn auf einmal die vision von "wilden tieren" wie ein duft real in die nase steigt, kann sogar die baumgruppe im tiergarten zum "grossen wald" werden.



und wenn wir im tiergarten genügend spuren - ordnungsspuren - von "wilden tieren" gefunden haben, ändern wir unsere blickrichtung und bauen waldhütten für winzlinge. und dann wird die baumgruppe zum fundort von allerlei, was winzlinge brauchen. kaffeemaschinen, also, eichelhütchen zum beispiel.


Montag, 31. März 2014

träume fangen





das ist das eigentliche, das wichtigste mitbringsel für den kleinen begleiter aus den hamburger tagen, ein gemeinschaftswerk im sammeln und knüpfen, von zwei, die ihn sehr gern haben... was ich schon mal als erste wichtigste voraussetzung für einen tatkräftigen traumfänger halte.
und eigentlich kenne ich mich gar nicht aus mit den traumfängern: ich hatte nie einen und weiss auch nichts zur entstehungsgeschichte, zu den ursprünglich verwendeten materialien, zu den bedeutungen der materialien, zur anordnung, zur knüpfkunst, zum verorten, und noch nicht mal eine geschichte hab ich gerade aus dem ärmel zu schütteln dazu.
aber der kleine begleiter wird heimgesucht von der angst vor wiederkehrenden widersachern im traum ("mama, wann können wir aufstehen? kannst du mal auf die uhr schauen?"). der versuch, einen patronus zu erarbeiten, einen leuchtenden beschützer (abgesehen von meiner funktion als aufpasser des nachts), ist leider ganz nach hinten los. und dann denke ich: wenn der kleine begleiter bei freunden etwas entdeckt, was vom wortbild her und vom anschauen so schnell seine wirkung beginnt zu zeigen, was selbst gewünschtes, was mitgebrachtes, dann geht das, vielleicht.