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Mittwoch, 9. Juli 2014

frühsommerreisen: "wann sind wir da?"


natürlich haben wir diese frage auch des öfteren gehört! auch wenn wir einen überaus reisefreudigen kleinen begleiter haben, kommen auch reisefreudige kleine begleiter irgendwann an den endpunkt ihrer geduld. meistens kurz nachdem wir eingestiegen und losgefahren sind.
während ich stundenlang aus dem fenster die vorbeiziehende welt beobachten könnte, zählt das jetzt nicht unbedingt zu den lieblingsbeschäftigungen des kleinen begleiters beim autofahren. also gibts einen beutel mit ein paar spielideen. was in diesem beutel mindestens drinsteckt zeig ich euch jetzt: 




 ganz frisch für diese reise hinzugekommen sind eine handvoll karten mit albernen, lustigen sprüchen drauf. vielleicht pack ich auch irgendwann mal poetische dazu. aber albern sein ist wichtig auf reisen. und zum auswendig lernen von "eine kleine zippi macht mal pippi" hat mensch ja genügend zeit...



klarer fall: es müssen gelbe autos, rote autos, autos aus deutschland, frankreich und der schweiz, laster und taxis und bäume sowieso ständig gezählt werden. mit vorliebe solche, die von uns überholt werden. und dafür braucht mensch einen anständigen zähler. (ich liebe dieses für unsereins so unnötige ding. es klickt so schön.)

es waren mal noch geräuschdosen in dem beutel (mit reis, nudeln, getrockneten beeren, zucker, ...), aber da ist der kleine begleiter inzwischen rausgewachsen. ich würde empfehlen, nur grosskörniges material in höhere dosen zu packen - falls im schwung doch mal was verschüttet wird...

ausserdem ist immer noch ein spielkartenset mit drin. und ein magnetspiel.



unser liebstes spiel ist aber das reiselotto: jede*r mitspielende erhält so viele karten, wie auf dem schoss oder in der hand platz haben. auf den karten sind objekte, farben, zahlen, ... abgebildet, die während der fahrt entdeckt werden können. es gilt drinnen und draussen! (lieblingskarten: kaffeebecher nach der kaffeepause oder hosen.) ich sortiere immer ein bisserl, denn allein hier lassen sich unterschiede in landschaften, regionen, ländern beobachten. hier ein paar beispiele, was drauf ist: kühe, pferde, schweine, schafe, flaggen, fahnen, farben, zahlen, sonne, wolken, wasser, verschiedene bäume, vögel, korn, weinreben, brücken, verkehrsschilder, autos in verschiedenen formen und farben, kleidungsstücke, strommasten, sos-telefone, menschen, häuser, hütten, kirchen, türme, schlösser, blumen. wer seine karten als erstes gefunden hat, hat gewonnen - aber manchmal ist gegenseitiges helfen auch erlaubt... oder: "ich geb auf."

und dann ist das schläfchen angesagt, der fahrende traum.



Donnerstag, 12. Dezember 2013

winzige fussstapfen im schnee

http://www.ohrenbaer.de/ohr/grafik/logo_ohrenbaer.gif 


mama, warum müssen die kinder vor den grossen ins bett? fragt der kleine begleiter gerade öfter. ich will noch nicht schlafen.
weil die kinder ja sonst den tomte sehen würden, könnte ich antworten. 
(dann käme bestimmt die zweite frage: aber warum dürfen die kinder den tomte nicht sehen?!)

beim ohrenbär, dem kinderradio vom rbb, gibts am 15.12., also am sonntag, die geschichte von Jonte zu hören, der in die stadt gezogen noch hoffnung hat, dass tomtewichtel auch mit dem aufzug fahren können. 
letztes jahr hatte ich meine tomte-butterbrottüte für die kita zusammengestellt, die wird dieses jahr wieder ausgepackt.
die vorstellung, dass ein tomte nächtens um die hauswände schleicht, ist ausserhalb der stadt tatsächlich einfacher. aber bei so viel aufmerksamkeit könnte es ja doch eine kleine wahrscheinlichkeit geben... 
wir stellen einfach mal ein schüsselchen milchreis vor die tür.

beim ohrenbär gabs auch die 7. ARD-radionacht für kinder, hab ich grad gesehen, und da kann mensch noch das eine oder andere spannende/lustige zum thema weltraum nachhören. ist ja auch so ein dauerthema.


Dienstag, 17. September 2013

was auf die ohren

http://www.ohrka.de/uploads/media/Ohrka_Logo_CMYK_Ohrkade.jpg
schon mal gehört? klingt nämlich super. wär der kleine begleiter schon etwas älter oder der kleine bruder noch etwas kleiner, aber egal, es gibt ja noch mehr kinder auf der welt. bei ohrka gibts qualitativ hochwertige hörspiele zum download oder zum anklicken, ehrenamtlich erarbeitet und mit manchmal sogar berühmten stimmen. auch reportagen oder hinweise zu guten kinderwebsites gibts, oder einfach das gute alte radio mit all den schlimmen songs, die wir grossen nicht hören wollen. alles so gestaltet, dass die kurzen sich zurechtfinden. und: total werbefrei. herrlich, find ich.

Montag, 12. August 2013

es ist zeit




verlass die stadt.
baumleichen im hof. was bedeutet das, wenn ich dabei fast anfange zu heulen?
was bedeutet das, wenn ich davon weiss, dass urbane begrünung anders sein kann und eine weitere frage stellen kann, die nach wildnis? (wildnis ungleich bambi-effekt, süddeutsche irgendwann neulich)

sachen machen ohne kind. (gustav hören, zum beispiel. oder das.)
inhalte schreiben. ja, butterflugfisch
was aber weniger gut geht mit kaputtem arm, grad.

also ich will bleiben.

Freitag, 19. Juli 2013

(m)eine bibliothek für kinder



eine kinderbibliothek, das war mein traum. und im hintergrund von allem rattert und sammelt dieses träumchen immer weiter: ein raum, ein haus für kinder, voller bücher, tonträger, filmträger, papier, bilderschirme, buchstaben, zum lesen, reden, basteln, entdecken, erzählen, zuhören, phantasieren und programmieren. eine bibliothek, die der ordnung der kinder entspricht. eine bibliothek, die maximal altersempfehlungen, aber keine einschränkungen macht. und die das im grossen anstellt, was ich in einer "tragbaren" variante mit der butterbrottüte angefangen hatte: weiterdenken, fäden ziehen, vom buch, von der geschichte, ins leben und wieder zurück.

inzwischen hab ich einiges gelernt, über bildungs- und kulturpolitik, über regelungen, pflichten, standards und normierungen. viel wichtiges auch dabei. vor allem aber: eine bibliothek für kinder muss erreichbar sein, also reicht nicht ein ort. eine bibliothek für kinder verdient kein geld in diesem land, nicht mal für die schwarze zahl. vielleicht ist es richtiger, die orte, die es bereits gibt, am leben zu lassen, dafür zu arbeiten, weiterentwickeln was bereits da ist.

nichtsdestotrotz kann ich wie gesagt nicht aufhörn zu sammeln. die 3 kisten-boards auf pinterest sind ein kleiner abklatsch davon, nicht mal annähernd ausreichend für suchen und finden, verbindungen und trennungen. jenu.



in das kistchen kommen bücher, die auch mal angesabbert werden dürfen.

in die kiste kommen bücher für kinder, die nicht mehr so viel sabbern, aber noch gerne zuhören.

in den kasten kommen bücher für kinder, die buchstaben zu wörter zu sätzen verbinden und selbst auf entdeckerreise gehn.


ich habe gemerkt: in zukunft muss ich hier mehr butter für kleine leseratten servieren. orte, wo die grossen begleiter empfehlungen finden zum weiteren finden, physisch und virtuell, werden folgen. tonträger und all der andere kram, der sonst gesondert im medienregal steht, ebenso. wenn ich zeit finde, ein medientagebuch: welche medien nutzen der kleine begleiter und ich, wann, wo, wozu? als kleinen versuch gegen die übermacht der zahlenstatistik...

Donnerstag, 20. Dezember 2012

butterbrotbibliothek: tomte und der fuchs










ich muss jetzt mal ein bisschen ausholen. wer keine geduld hat, liest den letzten absatz.

als ich vor etwas mehr als drei jahren nach berlin gezogen bin (endlich), kam mir so mir nichts dir nichts die idee, eine kinderbibliothek zu eröffnen. ich recherchierte, schrieb emails, fragte rum, guckte mir bestehende kinderabteilungen in bibliotheken an - und landete an der uni. seitdem weiss ich mehr über bibliotheks-, also kultur- und bildungspolitik, die reissenden finanzströme in der sache und das blutschweissundtränenengagement derer, die tagtäglich die kinder zu den büchern holen wollen. die idee, eine bibliothek nur für kinder anzubieten, sitzt mir trotz realismus weiterhin im nacken.
und über umwegen ist nun eine tüte draus geworden. eine erste ist am montag in die kita vom kleinen begleiter gewandert. der traum wäre, einen katalog zu entwickeln, aus einer wachsenden anzahl von büchern und anleitungen/ideen/materialien dazu, nach altersgruppen und rahmen (kita, bibliothek, geburtstag, zuhause, ...) für jeden zusammenzustellen ganz nach bedarf. der kleine traum darin eingepackt wäre die möglichkeit, eine kamishibai-vorlesestunde dazu anbieten zu können. und der dazugehörige grössere realismus ist, das alles nicht allein sondern vernetzt mit den vorhandenen angeboten zu tun. aber das hab ich dem weihnachtsmann auch schon gesagt...

und zwar weil ein buch mehr ist als papier und bilder und buchstaben. weil ein gutes buch immer mit unserem leben und mit dem leben der kleinen begleiter zu tun hat. weil ein gutes buch so wichtig ist wie ein butterbrot.

die erste butterbrot-bibliotheks-tüte enthält:
"tomte und der fuchs" von astrid lindgren als ausgangsbuch.
9 begleitblätter mit anleitungen und ideen rund um die themenkreise wissen und erzählen, nach draussen!, singen, malen, kochen und essen, basteln:
    spuren finden und machen
    spurenstempel selber machen
    schnee machen
    zwei lieder mit noten und text (u.a. tomarnas julnat)
    ausmalbild
    milchreis-rezept
    hungrige füchse
    vögel füttern
    tomte und den fuchs basteln
    hintergrundwissen für die grossen
materialien:
    papier, watte und klorollen für tomte und den fuchs
    eine audio-cd mit "tomtarnas julnatt"
    zwei stempel (fuchs- und eichhörnchen-spuren)

eine "vollversion" würde zusätzlich vogelfutter, bilder für die hungrigen füchse, materalien für eigene stempel und zutaten für den milchreis enthalten.

die anleitung für den tomte und den fuchs gibts natürlich wie immer auch hier.

und ich bin jetzt einfach nur noch neugierig, was die kurzen in der kita mit der tüte anstellen. der kleine begleiter musste krankheitsbedingt aussetzen, darum mach ich jetzt auch mal
weih
       nachts
                p        a        u         s            e*




* mal gucken, ob ich das durchhalte







Montag, 19. November 2012

hamburg I: schlemmen in der fabrik










also, wo anfangen.
vielleicht bei der einschränkung: meine kamera hat am samstag nachmittag den geist aufgegeben.
abgesehen von solchen technischen hindernissen, waren wir
in der fabrik.
markt überdacht, erinnerte ein wenig an londoner märkte, aber vor allem begeistert: ausgewählte, winzige (privat-) stände mit ausgesuchten delikatessen (für die non-food-ecke hatte ich an dem tag keine aufmerksamkeitsspanne). der kleine begleiter bekommt von achtsamen marktverkäufern apfel gereicht, mein candy buffet wird zweifach geplündert (die zimtbonbons haben suchtpotential). alexander v. rothkirch hat die muse geküsst, leider eher live als auf der ep. aber mein absolutes, nicht so schnell zu übertreffendes glücksmoment war der stand der tin miner pasties: vor ein paar jahren war ich in südengland auf einer kleinen reise bis zum westlichsten punkt des landes und das mit abstand leckerste waren die cornish pasties: teigtaschen mit währschaften gerichten (steak mit gemüse, hier mal hühnchen, kartoffeln, lauch, speck und cheddar cheese) gefüllt, ursprünglich der zmittag für die zinnminenarbeiter. jede teigtasche bekam den anfangsbuchstaben des minenarbeiters eingedrückt. und jetzt weiss ich auch, was es mit dem teigkranz auf sich hat. aber natürlich gibts sowas nirgends sonst. ach, glück! hamburg hat was neues zu bieten.

überhaupt haben wir geschlemmt:
die pancakes mit blaubeeren in der fabrik zum frühstück*: "buddy, that looks fabulous!"
gruyere. echten, mal wieder.
und noch viel mehr, aber davon dann morgen.


* ja, frühstück und mittagessen lagen an diesem tag nah beieinander.

Mittwoch, 8. August 2012

scones


























da sollte auch noch was drauf, weiss ich schon, clotted dream klingt ja nur schon im kopf nach essen.
danke an das mädchenmitdenlocken (doppelt hält besser).
                     parallel läuft: surfacing, aus london, woher sonst.
                                           wieder was gestrickt wie die fäden laufen.


im bauhaus archiv gibts neben schicken stühlen gerade
einblicke ins werk von benita koch-otte gewährt: teilweise
wunderschöne textilentwürfe und teppiche gewoben.
hingehn.

Benita Koch-Otte, Teppichentwurf, Bleistift, Gouache, um 1929; Foto: Angela Dolgner
Benita Koch-Otte, Teppichentwurf, Bleistift, Gouache, um 1929; Foto: Angela Dolgner
  





Montag, 21. Mai 2012

hanseatisches oder vier hafentage mit dem butterbrot

wir warn kurz weg, falls es noch nicht aufgefallen ist. dafür gibts heute was zu gucken, morgen was zu gucken, übermorgen was zu gucken, überübermorgen was zu gucken und für freitag fällt mir auch noch was ein. ahoi.








auf der rickmers rickmer, getauft nach dem jüngsten enkel. sanftes schaukeln und schiffslack. // patas und galao, der einzig wahre kaffeemitmilch, und das nach wochen, nein, monaten, nein, länger, die man mit unikaffee verbringt...im transmontana am schulterblatt. // regen ist schön. let the rain pitterpatter, but it really doesn't matter... // dosenglück bei lille/stor (hej!). // nachmittagsprogramm nach strassennamen. // war das schön. in övelgönne. am elbstrand. 

und morgen gibts: handliches