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Freitag, 13. September 2013

wachstumswerkstatt: ernten


was war das für ein gequietsche, ein freudentanz! allein dafür hat sich das lange warten und das nicht-aufgeben der hoffnung gelohnt. die meisten möhren hatte ich aus unserem kastenbeet wieder rausgezogen, dafür wächst jetzt salat. bloss fünf oder so liess ich stehen. und dann dachte ich eines tages, als der kleine begleiter und ich so davor standen, eigentlich könnten wir mal nachsehen, ob da was draus geworden ist. ich glaub ja ernsthaft, allein das ziehen an blättern, die aus samen gewachsen sind, die eben diese hände in die erde gelegt haben, bewegt in dem dazugehörigen köpfchen und herzchen so viel wie ein erdbeben. und es sind tatsächlich möhren erschienen! fünf erdnussgrosse möhren.
gewaschen. eine probiert. und die übrigen vier als mundvoll auf einmal.
mama, können wir mal wieder möhren wachsen lassen?

Donnerstag, 1. August 2013

er hat an der uhr gedreht


der kleine begleiter sagt ständig solche sache wie: "neiiiin, ich will sagen wie viel uhr es ist!" lange pause. "es ist dreissig uhr." naja, letzteres ist ein findus-zitat. könnte insofern aber auch in den satzschatz des kleinen vielredners gelangen. jedenfalls ist uhrenzeit und weil ich nix besseres vorhatte zwischen 23 und 24 uhr hab ich noch schnell aus einem unserer farbkreise (einem von meinen, hab mich nicht getraut einfach einen von seinen zweitzuverwerten ohne vorher zu fragen, so viel zu den hosen im haushalt) eine lernuhr gebastelt.
eine woche später kam sie in aktion: und zwar mit der kleinen hex. o-ton kleiner begleiter am abend danach: "morgens früh um sechs schreibt sie sms."
jetzt tun wir also alles parallel: uhrzeit lernen, dichten, reimen, drehen, zahlen teilen und vielleicht noch ab und zu farben. (gestern während dem abendbrot, unvermittelt: "mama, was ist wenn ich ein bisschen orange und ein bisschen gelb nehme?")

Montag, 22. Juli 2013

farbenatelier: buntes domino









der kleine begleiter wollte einen farbkreis malen, und weil ich schon mitten drin war in den vorbereitungen, haben wir gleich kärtchen für ein farbdomino bemalt. während meine farben eigentlich immer recht sauber ("uni") ausschauen, werden die farbkarten des kleinen begleiters immer bunter - und dadurch auch ein bisschen kniffliger (und schöner!) beim domino-spielen: ist das jetzt lila? oder rot? blau? oder grün?

benutzt haben wir hierfür gouache farben, unsere absoluten lieblingsfarben: schön schmierig, verleiten eigentlich zum fingermalen, lassen sich herrlich verteilen, auch dick oder dünn, mischen und schmieren. und wieder auswaschen.

wir haben bloss ein bisschen zu wenig gelb und orange gemalt... wir chaoten. 
ach, aber nach all der farbmalerei haben wir dann plötzlich auch noch in schwarz, weiss und grau gemalt. nicht weniger aufgregend.

habt eine bunte woche!

ps: warum müssen diese fahrradkindersitzpolster eigentlich SO dermassen gruselig sein?

Freitag, 21. Juni 2013

pollock!









ich weiss, es gibt browser-programme und apps dafür, aber das ist haptisch was anderes. alles was wir dafür brauchen sind gouache-farben in mehr oder weniger viel wasser aufgelöst, 10 ml-spritzen, grosses papier und keine vier wände (solange kein atelier zur verfügung steht...). wir hatten herrlich viel spass heute und nun drei fantastische bilder.
und bei gelegenheit les ich dann mal was nach über den herrn pollock.

Mittwoch, 22. Mai 2013

wachstumswerkstatt: anatomie


Flora Batava. Volume 3 (1814)

via www.BioLib.de


als ich heute neben dem kleinen begleiter auf seinen schlaf wartete (hat nicht lang gedauert), blitzte mir das so durch den kopf: dass wir, ohne plan, in den letzten tagen durch die beobachtung unserer wachstumsobjekte, der pflanzen, immer wieder den eigenen und pflanzlichen "körperbau" analog gezogen haben:

den baum an der rinde zu verletzen, ist wie die haut beim sturz vom laufrad zu schürfen.
im schöllkraut fliesst orangenes blut, in uns das rote. schön wärs, im wald auf einen "blutenden" baum zu treffen und das duftende harz zu finden.
es fliesst bei uns wie bei den pflanzen in adern bis in die spitzen der blätter und finger. (haben wir zum beispiel beim blattdruck beobachtet: gingko-, ahorn- und buchenblatt.)

die einzige analogie, die geplant war: das wachsen. grösser und älter werden. wir brauchen keinen frühling um zu keimen, wachsen dafür umso langsamer. und zeitweise machen die kleinen begleiter einen frühlings-wachstums-schub.

Donnerstag, 9. Mai 2013

m'hammara





m'hammara klingt schon wie mhlecker, gehört zu den syrischen mazza (vergleichbar mit den mezze der türkisch-griechisch-arabischen küche) und kommt aus syrien-hamburg, nämlich aus dem schönen saliba, dessen kochbuch mir meine fernwehschwester als gedankliches saatgut ins küchenregal streute. ein glück, lässt sich in hamburg zumindest station machen vor der grossen reise!

m'hammara kommt seit etwa einer woche auf alle meine brötchen: sehr gut machte sich eine variante im pita-brot mit bierschinken, radieschen und salatblatt. ebenso lecker ist eine variante mit brie. oder bayrischer gelbwurst und möhre. oder ... 

für ein glas m'hammara brauchts

50 gramm zwieback
30 gramm walnusskerne
einen halben teelöffel tahina
fast einen ganzen teelöffel granatapfelsirup
9 gramm süsses paprikapulver
20 ml olivenlöl
eine prise salz
ein viertel teelöffel gemahlener kumin
ein wenig harissa (oder je nach belieben)

den zwiebach zuerst im mixer zerkleinern, dann die walnüsse dazu geben und weiter zerkleinern. und dann alles andere. mischeln. und dann mit wasser zu einer paste anrühren. letzteres lässt sich auch nach und nach machen, wenn nicht gleich alles aufgegessen werden soll. (das rezept hab ich sowieso schon ums fünffache reduziert...)

und ganz schnell nebenbei hab ich was gemischelt, was ich löffeln könnte und mit allen oben genannten varianten auch lecker schmeckt (von den kräutern passt dann besser minze statt basilikum):

feta-tahini-paste

1 teil tahini und
1 teil weicher feta

mit einer gabel cremig rühren. 

mehr fürs brot gibts hier.


Montag, 18. März 2013

zugvogel








die ersten vögel zwitschern wieder. der kleine begleiter hört eine amsel. in der kastanie in unserem hof habe ich diesen winter nur selten einen der beiden eichelhäher, kaum je die meisen, den kleiber gar nie mehr - die türkentaube vor ein paar tagen entdeckt. aber in diesen kurzen momenten, die draussen freiluft bedeuten, zwischendämmerung, da klingt etwas an, das noch gar nicht wirklich begonnen hat.

Samstag, 16. März 2013

raubfische





bin leicht angeheitert von Estéfi Machado's machereien, denn da gibts noch je weiter je mehr zu tun: pregadores o predadores, oder wenigstens wäscheklammernfischfresserchen. da könnte noch eine gemischte zootierhandlung hinterherkommen. wilde kerle ans ostergedeck.