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Donnerstag, 24. Juli 2014

im garten


auch im garten waren wir, seit wir wieder da sind, nicht untätig. wir haben mangold und möhren vor dem wild wuchernden rukola gerettet (langsam hab ich genug von dem zeugs). wir haben verstreute kartoffeln aus den beeten geholt und dann davon den leckersten kartoffelsalat gemacht. wir haben radieschen und salat nachgesät, die jetzt langsam spriessen. wir haben den kürbis woanders hin wachsen lassen.. vielleicht bald im kreise?



wir haben beet-täfelchen angefertigt, die ersten protoypen. aus robinienästen von den baumschneidern in der strasse, die vom baumschneiden einfach nicht genug bekommen.
und wir haben palettenmöbel gebaut, aber das findet ihr alles ausführlicher dort.




ausserdem brauche ich bald mal eine vorratskammer. bisher hab ich eingemacht: apfelmus (leider hat das apfelgelee nicht geklappt), blaubeer-, erdbeer-minze-, himbeer-, brombeer-apfel-marmelade, estragonessig und: lavendelsirup.





Samstag, 12. Juli 2014

frühsommerreise: buttermodel



nicht nur ritterburgen für den kleinen begleiter haben wir in der werkstatt und im atelier gebaut, für mich lag auch was drin. weil nämlich in dieser werkstatt schätze nur darauf warten, dass so ein junges ding wie ich daher läuft und behauptet, sie möchte gerne ein buttermodel haben. also: machen. 
buttermodel?
eine freundin hat mir mal von einem menschen erzählt, der nach einem ordentlich berufsabschluss (wieder?) in der schweiz landete, und etwas begann, was beinahe verschwindet: er stellt wieder buttermodel her. d.h. er schnitzt bestimmt wunderschöne muster in kleine holzkistchen, in die dann die butter reingeschmiert wird um dann umso schöner verziert auf dem tisch zu stehen.
zugegeben, nichts lebenswichtiges. aber ich halte es ja so mit besonders unwichtigen idee: ich vernachlässige sie einen ziemlich ausgedehnten zeitraum, und wenn sie dann immer noch wie ein beikraut spriessen und wachsen und sich am schatten meiner grauen zellen erfreuen, dann fange ich an, sie zu pflegen.




in diesem fall habe ich mit schnitzwerkzeug und kirsch- und ahornholz (hartes holz ohne eigengeschmack) bearbeitet, zuerst einen lustigen kreiselkranz zum ausprobieren. und dann das steinalte, gefiederte kraut, das der kleine begleiter und ich so sehr mögen: ein farn für die butter.







zusammenmontiert und geschliffen hat mir die kistchen dann der besitzer der werkstatt, der währenddessen noch die letzten mängel der ritterburg behob und dem grossen begleiter beratend zur seite stand beim bau eines tritts mit schublade (welcher sich dann als beliebtester reisebegleiter entpuppte). 
ausprobiert habe ich bisher nur den kreiselkranz; unterwegs tut sich das etwas schwer mit der butter im kühlschrank. es geht dann nämlich so: man weicht die kleine kiste eine halbe bis eine stunde in eiskaltem wasser ein. dann spült man sie heiss, dann wieder eiskalt. dann schmiert man etwa einen esslöffel schmierweiche butter in den boden der form, so dass die vertiefungen gut ausgefüllt sind. dann schmiert man die form voll und versucht dabei die ecken und kanten sauber auszufüllen. dann klopft man die butter wie aus einem sandförmchen wieder raus und stellt sie in den kühlschrank, wo sie fest wird und die zauberhafte form behält... achtung, die butter blubbt!  (und dann sollte man sie essen!)


Donnerstag, 10. Juli 2014

frühsommerreise: burgen gross und klein




wenn uns das schlechte wetter heimgesucht hat, sind wir ihm einfach davon gefahren. dafür haben wir ja unser fluchtmobil. von dort aus gesehen bleibt auch die riesenburg von carcasonne überschaubar. die burgruinen von saissac dagegen lassen sich auch anfassen. sie waren nicht die einzigen alten gemäuer, in denen wir uns rumgetrieben haben, aber die einzigen von denen ich bilder mitgebracht hab. 
saissac liegt in der montagne noir, etwas nordwestlich von carcassonne auf (zumindest von unten gesehen) ziemlich hohen terassen, die einen herrlichen, weiten blick über die landschaft eröffnen. zwischen 960 und 1862 ist die burg aufgebaut, geplündert, vererbt, überschrieben, zurückgegeben, erweitert und umgebaut worden. 1972 wurde ein echter schatz entdeckt - was für ein fest für den kleinen begleiter. und fallen und verliese lassen sich dieser burg auch leicht andichten. den schatz, den ich da gefunden habe, zeige ich euch morgen.








wenn das schlechte wetter nämlich immer noch heimweh hatte nach uns, haben wir uns in unseren bastelgemäuern verschanzt und an unserer ganz eigenen burg gearbeitet: aus allerlei holzresten und viel, viel farbe (und hier und da einem schmetterlingsflügel) sind türme, brücken, leitern, betten, tische, stühle, nochmehr türme und mauern entstanden. variabel immer wieder umstellbar. alles für die freundlich lächelnden playmobilritter. die auch mal piraten sind, und zeitweise sogar fussballer von beruf.


Samstag, 10. Mai 2014

die fensterbankinseln: ein insektenhotel




bereits drei marienkäfer (siebenpunkt) haben die flucht ergriffen und sind wieder abgehauen, trotz ganzer blattlausplantagen (die jetzt vom frauenmantel, der trotzig gelb-grün blüht zum schnittlauch gewechselt sind, obwohl ich den schnittlauch doch halb wegen seiner blüten und halb wegen seiner abwehrkräfte für pflanzengenossen dahin gesetzt habe). aber vielleicht zieht im herbst dann doch mal jemand ein, oder nächstes jahr, in unser insektenhotel: blumentopfboden mit ton ausgefüllt, den stockvorrat vom kleinen begleiter geplündert und auf mass zugesägt (die hälfte in topflänge, die hälfte kleiner zum stopfen) und mit einer ebenso zugesägten alten bambusstange gestopft - fertig ist das mondgesicht.

Freitag, 2. Mai 2014

katapultierte löwenzähne fliegen im hubschrauber durch den kleistpark

kennt ihr claudia scholl? ihren karton-zauber? der liegt auch bei mir im regal, oder hat sich bereits ausgebreitet auf diverse regale, und die inneren ideenschubladen sowieso. als wir heute wieder so ein leckeres eis in der elßholzstrasse geschleckt haben, fiel mir wiederholt eine "neue" druckwerkstatt auf und jetzt hab ich, google sei dank, das rätsel gelöst: neu stimmt gar nicht, claudia scholl und anne kanis haben ihre werkstatt für karton & druck bereits vor einiger zeit eröffnet. der kleine begleiter und ich waren uns einig, dass ich da mal anrufen werde.
aber wir sind auch gnadenlos, wir "klauen" uns ideen aus dem schaufenster und warten nicht. wir haben einen furchtbar kreativen tag verbracht und draussen im park gebastelt, nachdem wir unser persönliches bastelkit in den rucksack gestopft haben:


länger schon in der ideenschublade befindet sich ein katapult, allein schon das wort erfreut sich grosser beliebtheit. ausserdem ist es grosses thema bei löwenzahn und seidenpfote, für die ich janosch gerade wieder sehr verehre, mal wieder, schon wieder, egal.




es wurden also parallel gleich zwei kits verarbeitet, mit viel tape und pünktchen, auch wie immer. neben dem katapult aus bastelstäbchen (wir sammeln strohhalme, aber keine eisstiele) sollte es ein "mama, wie hiess das nochmal?" - "helikopter" (da hat frau den salat, wenn sie immer nur hubschrauber sagt, und wo ist da eigentlich der unterschied? da frag ich mal meinen grossen kleinen bruder.) werden. mit landeplatz. ehrlich gesagt, ich weiss ja nicht, wie die konstruktion im kit von frau scholl geplant war, aber unsere propeller-befestigung braucht nochmal technische überholphasen. vielleicht sind wir morgen bereits schlauer.



unser model ist übrigens fridolin, für den wir auch schon geburtstag gefeiert haben. was für ein segen für so eine ü-ei-figur. die sollte sich mal was bei denken.

jedenfalls, was wir gebraucht haben:
pappe für den landeplatz und etwas dünnere für die propellerblätter und die füsse
streichholzschachtel
zahnstocher
knete zur inneren befestigung des propellerstabes
tape, klebchen, ...
eine schere.



wenn mensch dann keine lust mehr hat auf fridolin, oder wieder mal die frage hören möchte "wo ist eigentlich fridolin?" mit anschliessender wohnungsweiten suche, dann nehme mensch das katapult und entledige sich kleiner kreaturen. es funktioniert prächtig. 
material:

9 stäbchen
1 flaschendeckel
5-6 gummis (doppelt hält bzw. spannt besser)
sekundenkleber

weitere fragen des tages:
"mama, warum heisst der kleistpark eigentlich kleistpark?"
"mama, wie macht man schokolade?"
"mama, warum isst du kein eis? aber das macht keinen spass!"
(das letzte war keine frage, weiss ich.)

 


Donnerstag, 10. April 2014

garten


der grossteil meines volumens geht gerade für den garten drauf. und das hat durchaus damit zu tun, dass ich allen anderen bereichen ein bisschen was abzwacke.
nächste woche möchte ich gerne mal von früh morgens bis spät nachmittags im garten tun und sein.
ja, also: hier nachlesen, wie unser etagenbeet gebaut wurde (teil 2). und weiter abwarten, wann ich wieder mal was anderes tue, was hier hingehört.

Freitag, 28. März 2014

flattern, wohin




bei einem freitagskaffee will ich euch vom reisen erzählen, ich kann mich nämlich nach drei tagen frei-alleine noch nicht ganz einfinden in einen programmatischen letzten wochentag, an dem ein grosser stapel abgearbeitet werden will.
auf dem programm steht lauter nordisches, und ein bisschen tummelt sich die seeluft noch in kleinen nischen zwischen schulterblatt und schlüsselbein. heute hamburg, morgen fürs wochenende eine rückreise weniger zivilisiert, ahrenshoop.




so viele kaffeebilder seh ich in letzter zeit, dass ich selber anfange, darin irgendein symbol zu sehen, bloss welches?

unsere kaffeekultur haben wir diesmal ausgelebt im métropolitain café (mit lecker ziegen-quiche), wieder im transmontana am schulterblatt, in der strandperle am elbstrand.




vom wind verwehen lassen. von allen urelementen ist mir der wind wohl der liebste, zumindest solange ich noch keine flossen statt füssen habe.

ernährt haben wir uns im nanamai (zwei tage in sojasauce und gewürze mariniertes, dann bei niedertemperatur gegartes rindfleisch zwischen lauter lecker dip & frischem zeugs) und im engel (ziegenraviolo an bärlauchpesto, polenta mit gerösteten cashews und bärlauchpesto, alles ausserhalb meines eigentlichen budgets aber wunderbar als inspiration und so lecker).


mitbringsel sind: "das erbe" von Rutu Modan (sehr, sehr, sehr amüsant, endlich mal ältere herrschaften in comics, und wunderschön-klassische zeichnungen), "the cat parasite" von Kathrin Klingner  (traurig, mal wieder, aber egal, am schönsten sind die lieblingsnarben ihrer freundinnen...) aus meinem persönlichen vierzehnten stockwerk des philturms (aber leihweise), das neue bella triste und ein paar klavierbestandteile aus einem brandwohnungscontainer, wer weiss schon wofür - für mich.
fischgewürz von viola's und espresso il gusto naturale aus der speicherstadt kaffeerösterei für den grossen begleiter.
ein schnittiges touristenböötchen aus dem schlimmsten laden an den landungsbrücken, was inzwischen aber schon aufwärts schwimmen und tauchen kann und eigentlich eine arche noah ist; schokoladensardinen und noch etwas für den kleinen begleiter, von dem ich euch dann anfang nächste woche erzähle.



und dann habe ich auf dem rückweg, den ich in einem alten ic verbracht habe, etwas neues angefangen, was zwar meinem jahresmotto widerspricht, aber in diesem fall ist es mir herrlich egal, denn es wird monate dauern, und jede die mag, kann mich befreuen mit einem knäuel strick- & filzwolle 100 % merinowolle von wolle rödel, artikel nr 3925, damit ich irgendwann auf meine knapp 2000 maschen komme, und dann steigen wir in unsere rollende ketchupflasche und fahren allem trott davon und verkriechen uns bei wildem wind unter einer langsam gewachsenen decke.


edit: fast vergessen: für euch hab ich die bücherkisten wieder voll gemacht!


Donnerstag, 6. Februar 2014

entdeckt (wintervögel VII)


schaut mal: meine helden des upcyclings sind die berliner vögel, die gerade von allen zweigen zwitschern, als wärs wirklich schon frühling. und sich solch verrückte nester bauen.

Sonntag, 22. Dezember 2013

mitbringsel




ein werk vom grossen und kleinen begleiter. eigentlich feuerholz. aber was ist schon von eingefahrenen funktionalitäten zu halten...

Donnerstag, 17. Oktober 2013

das holundervölkchen







könnte ebenso eichelvölkchen heissen, die eigenbezeichnung ist noch unklar, die ethnologen forschen weiterhein unter hochdruck. wie aus dem nichts sind zwei gross- und vier kleinwüchsige aufgetaucht, bisher liess sich nur die mymla identifizieren. erkennbar ist eine gewisse hingabe zu modebewusstsein, die eichelhütchen sind diffizil zugeordnet, die röcke aufwendig mit holunder gefärbt. wenn sie sich nicht in wacholderwälder rumtreiben, so fahren sie am liebsten bus (wobei die mymla als busfahrerin fungiert). 
 

Mittwoch, 16. Oktober 2013

krummes von links beim onkel


ehrlich wahr, weil wieder bestätigt: von links, also nicht dem haupteingang (haben wälder überhaupt haupteingänge?), lässt sichs schöner ankommen eintreten. krumme lanke von der strasse vom onkel tom aus, nämlich. mit verwunschenen treppen gefallener villen (braucht eh kein mensch), weniger spaziergängern.


der kleine tiger ging pilze finden ...


und der kleine bär ging fische angeln im fluss. 
da brauchen wir uns vor nichts zu fürchten, denn der kleine begleiter ist der kleine bär und der kleine tiger auf einmal.
und manchmal tragen wir ihn ein stückel.


aber warum ausgerechnet jetzt ganze horden von schimmernden mistkäfern unterwegs sind, dass man kaum auf den wegen treten kann ohne verheerende unfälle, das soll mir mal einer erklären. wikipedia kanns nämlich nicht.