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Sonntag, 12. Oktober 2014

tiergarten

der tiergarten ist ein garten und kein wald. obwohl ich wenig so vermisse an täglichem wie die radstrecke durch diesen künstlichen wald mit geschichte. einmal habe ich zu semesterzeiten über den tiergarten als ordnungssystem gesprochen. denn ein wald folgt seinen eigenen regeln, die von besuchern, försterinnen und anderem menschlichen zwar umgrenzt, überschritten und begriffen sein möchten. der tiergarten unterliegt den menschlichen ordnungskriterien. 
was ihn nur ein klein wenig weniger zur erholungsinsel in der stadt macht.



wenn auf einmal die vision von "wilden tieren" wie ein duft real in die nase steigt, kann sogar die baumgruppe im tiergarten zum "grossen wald" werden.



und wenn wir im tiergarten genügend spuren - ordnungsspuren - von "wilden tieren" gefunden haben, ändern wir unsere blickrichtung und bauen waldhütten für winzlinge. und dann wird die baumgruppe zum fundort von allerlei, was winzlinge brauchen. kaffeemaschinen, also, eichelhütchen zum beispiel.


Freitag, 26. September 2014

wasserreise: lago maggiore



 am lago maggiore, gleicht hinter der schweizer grenze, gibt es furchtbar leckere ravioli, das vielleicht beste pesto genovese überhaupt, und ungeheuer viele enten.




wusstet ihr, dass enten eicheln essen? wir haben nicht rausfinden können, welche sie bevorzugen (grün, braun, frisch, alt, fleckig, mit tierchen drin oder ohne) - aber in diesen tagen sind sie mit sicherheit satt geworden (hoffentlich haben sie keine blähungen bekommen).
 

Sonntag, 3. November 2013

wollknäuel


doch, das musste noch sein. und wolle ist auch noch da. aber das nächste mal schau ich zuerst bei der naturmama, da gabs nämlich so wundersame flüsterkugeln... diese hier machens dem holundervölkchen gemütlich.  auch wenn sie etwas knorpelig geworden sind.

Samstag, 2. November 2013

brenne auf mein licht





von eicheln hab ich für dieses jahr genug. zu viele eichzelzipfelfaltermaden sind aus unseren sammelbeständen geschlüpft, irgendwann lässt sich die grundemotion ekel nicht mehr mit sammelfreude überdecken. wenigstens sind die hütchen harmlos. und gnädig für alle fremd- und eigenideen für unterbeschäftigte herbstliebhaberinnen. also stand ich am herd und hab wachsreste in winzige schüsselchen getröpfelt, während der grosse und kleine begleiter kopfschüttelnd daneben standen: jetzt treibt sie's aber ein bisserl zu weit... und dann? dann haben wir das ganze in flammen aufgehen lassen. auch schön, ein höhenfeuer auf dem esstisch.

... aber nur meine liebe wohnung nicht...
 

Donnerstag, 17. Oktober 2013

das holundervölkchen







könnte ebenso eichelvölkchen heissen, die eigenbezeichnung ist noch unklar, die ethnologen forschen weiterhein unter hochdruck. wie aus dem nichts sind zwei gross- und vier kleinwüchsige aufgetaucht, bisher liess sich nur die mymla identifizieren. erkennbar ist eine gewisse hingabe zu modebewusstsein, die eichelhütchen sind diffizil zugeordnet, die röcke aufwendig mit holunder gefärbt. wenn sie sich nicht in wacholderwälder rumtreiben, so fahren sie am liebsten bus (wobei die mymla als busfahrerin fungiert).