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Freitag, 3. Oktober 2014
vogelrätsel
was haben wir gerätselt, welchen vogel wir da beim sturzflug in die scheibe beobachtet haben! es hätte eine drossel sein können - aber das war zu allgemein. drosseln sind gar viele. pieper war zu klein. und der nabu hat nicht geholfen, trotz schnabelfrom, körpergrösse, gefiederfarben - weil das ein ganz grundsätzliches problem aller vogelführer ist:
es war nämlich eine junge amsel.
und während erwachsene, eier, nahrung, nester, lebensräume aufgeführt und gezeigt werden noch und nöcher, bleiben die kinder wieder vor der tür.
ach, schon wieder so was schlimmes.
Freitag, 26. September 2014
wasserreise: lago maggiore
am lago maggiore, gleicht hinter der schweizer grenze, gibt es furchtbar leckere ravioli, das vielleicht beste pesto genovese überhaupt, und ungeheuer viele enten.
wusstet ihr, dass enten eicheln essen? wir haben nicht rausfinden können, welche sie bevorzugen (grün, braun, frisch, alt, fleckig, mit tierchen drin oder ohne) - aber in diesen tagen sind sie mit sicherheit satt geworden (hoffentlich haben sie keine blähungen bekommen).
Donnerstag, 25. September 2014
wasserreise: schwarzwald
ja, jetzt sitze ich hinter tischen aller art, mit aufgeschlagenen buchdeckeln vor mir und freu mich dran. aber gerade eben, da waren wir noch woanders. das bezaubernde wörtchen für die zweite heuernte, die rund um unsere tage im schwarzwald stattfand, hab ich schon wieder vergessen (aber ich werd nachfragen. es klang genau so, wie das heubüschel duftete).
an fünf wassern waren wir gewesen, angefangen bei der dreisam - oder eher bei dem zulauf zur dreisam, dem osterbächle. klein und wild wie ein fünfjähriges kind, bevor die dreisam kanalisiert durch die städte fliesst. der osterbächle, das ist unser, mein bächle, darin haben meine gummistiefel mit meinen füssen drin gewohnt, und der kleine begleiter verlegt jetzt auch seinen wohnort "in spiel" dorthin, hinter dem maisacker und unter den hängenden buchenzweigen.
obwohl ich dort eigentlich nicht aufgewachsen bin, versammelt meine grossmutter eine ganze horde von enkelkindern um sich, die mit diesem ort alle heimatliche bilder verknüpfen - geborgenheit und freiheit, hat astrid lindgren festgestellt, waren die grundvoraussetzungen für ihre glückliche kindheit. das haus mit dem garten, dem feld dahinter und noch weiter dem bächle, das ein wilder fluss für uns inselbewohner war, das waren die grenzen unserer freiheit, die gross war.
auf dem rückweg flog unvermittelt ein vogel in nachbars fenster. wir und er sind leicht erschrocken, aber alle sind heil davon gekommen. wir haben aber trotz dem dicksten vogelbuch in uromas regal nicht rausfinden können, wer da auf dem ast sass - könnte uns vielleicht jemand helfen? ein paar angaben zum lebensraum habt ihr ja...
Mittwoch, 12. März 2014
Freitag, 28. Februar 2014
folge den spuren der vögel
letzte aufgaben für den kleinen begleiter: im zimmer waren spuren vier verschiedener tiere verteilt. wir suchten die vogelspur, folgten ihr und kamen zum vogelhäuschen. die letzten beeren, eckern, nüsse und mohnsamen schmiss der kleine begleiter durchs fenster in den hof. und dann wurde das vogelhäuschen wieder eingeräumt (und damit auch platz dafür ist, der fahrradkorb wieder rausgeholt.. aber dazu wann anders). also ein grosses, zerfleddertes projekt beendet. den platz, den wir im winter den vögeln anbieten, brauchen bald wieder für unser fensterbeet...
die allerletzte aufgabe ist eigentlich freiwillig: aber vielleicht versuchen wir ja tatsächlich, ein "echtes" vogelnest zu weben, aus weiden- und anderen zweigen, ein paar daunenfedern, etwas moos... oder einfach aus all unseren bettdecken.
Mittwoch, 26. Februar 2014
wintervögel: futtersuche
als ich am montag abend nach hause kam, wartetete der kleine begleiter schon ziemlich ungeduldig darauf, endlich auf die aufgabenkarten zu linsen. und dann konnte er auch gar nicht genug bekommen, die ersten drei aufgaben waren schnell geschafft: unsere adventskalendervögel in ein heft übertragen, die stimmen der amsel, meise, taube, schwalbe und als extra des eichelhähers zu erkennen und drittens die überaus wichtige frage: wie viele fische kann ein papageitaucher im schnabel halten? dafür hatte ich zwanzig kleine fische aus einem klarsichtmäppchen ausgeschnitten. damit konnten wir ausprobieren: drei? fünf? elf? der kleine begleiter rannte in der wohnung rum mit schliesslich zwanzig fischen und probiert sich jetzt täglich als papageitaucher...
gestern abend dann die zweite aufgabe: was futtern die vögel? und was nicht? wobei natürlich jeder so seine vorlieben hat... und mangels lebender raupen, käfer und würmer papierversionen herhalten mussten. vieles haben wir aus dem einkaufsladen des kleinen begleiters ausgeliehen. von der schwarzen walnuss konnte er sich gar nicht vorstellen, dass die einem vogel schmecken könnte. aber bei chips, banane und salami war die sachlage schnell klar. und das brot haben wir auch aussortiert, trotz spatzen-pizza-essen. am ende blieb ein hübscher, eher winterlicher nussteller. den servieren wir dann nächsten winter wieder...
Montag, 24. Februar 2014
wintervögel IX bis X
dieser winter war (noch?) kein kinderfreundliches vogelwinterjahr. aber irgendwie mag ich es ganz gerne, wenn etwas "höhermächtiges" meine pläne durchkreuzt. ganz abgesehen davon, was der kleine begleiter mit projektideen anstellt - und welche interessen er selbst entwickelt...
nichtsdestotrotz haben wir uns in den letzten wochen viel mit vögeln beschäftigt, und sie sind uns ständig begegnet - im tierpark, am see, auch manchmal im hof (gerade versuchen die tauben wieder zu nisten und stellen sich so dermassen nervös an). jetzt ist es zeit, das projekt abzuschliessen. dafür habe ich ein bisserl was vorbereitet: in dieser woche darf der kleine begleiter jeden tag ein kärtchen auswählen und eine aufgabe meistern. d.h. wir reflektieren zusammen, was uns den letzten wochen begegnet ist, welche fragen diejenigen waren, die den kleinen begleiter am meisten beschäftigt haben, wir wiederholen... em ende gibts eine auszeichnung ans vogelfreund. und dann füttern wir wieder die spatzen mit pizzaresten.
nochmal kurz erwähnen möchte ich, welche materialien wir benutzt haben: es waren der GU Kompass Gartenvögel, die Vogel-Uhr von Irmgard Lucht, Lernpostkarten und Kalenderblätter aus dem Wawra-Kalender und nicht zuletzt, besonders gerne morgens früh, die App Gartenvögel von Kosmos.
die erste aufgabe wird sein, all die vögel an unserer adventstanne abzunehmen und in einem heft zuzuordnen. ein detail und der name können helfen, vielleicht auch die eine oder andere notiz: das ist der vogel, der seine freunde im wald warnt, wenn jemand kommt (der eichelhäher). dies ist der vogel, der mit uns immer pizza isst... (der spatz). und dies ist der vogel, der auf französisch la hupe heisst (wiedehopf) - also immer wissen, das der kleine begleiter mit seinen erfahrungen verbinden kann.
auf jeden fall ist im heft platz für weitere vogelprojekte...
der kleine begleiter darf die reihenfolge seiner aufgaben selbst auswählen - also mal sehen, was morgen dran ist, und wie lange wir für eine aufgabe brauchen.
Donnerstag, 6. Februar 2014
entdeckt (wintervögel VII)
schaut mal: meine helden des upcyclings sind die berliner vögel, die gerade von allen zweigen zwitschern, als wärs wirklich schon frühling. und sich solch verrückte nester bauen.
Samstag, 1. Februar 2014
wintervögel VI: spuren im schnee
falls es jemand erkennen kann: eine vogelspur im schnee, entdeckt neben der rutsche vor der kita. nach den post-kita-parties der kurzen auf dem verschneiten spielplatz finden also offensichtlich noch weitere parties statt. klar, der eine oder andere krümel wird schon zu finden sein.
im strand hatten wir sogar reh- und hasenspuren entdeckt.
aber diese spur ist noch etwas anderes, eine gute gelegenheit um euch etwas zu erzählen, was mich zu einem gespannten regenschirm und einem honigkuchenpferd werden lässt: dem kleinen begleiter hatte ich nach unserer weit über die frühlings- und sommermonate hinausgehenden wachstumswerkstatt versprochen, für das kommende frühjahr ein beet aufzutreiben. und im spätherbst ging das auf einmal viel schneller als erwartet: sobald der boden wieder was aufnehmen kann, werden wir im gemeinschaftsgarten an der kluckstrasse mit den zwei wunderbaren gärtnerinnen Gabi und Julia unsere finger dreckig machen. und davon werd ich wieder berichten, hier und dort, und ich freu mich riesig, dieses jahr furchtbar viel über das wachsenlassen zu lernen.
Samstag, 25. Januar 2014
Freitag, 17. Januar 2014
wintervögel IV
ja, das sind auch wintervögel. die füttern enkel und omas mit brot, und die töchter dazwischen machen fotos, obwohl sie's besser wissen. hoffentlich hatte niemand bauchschmerzen diesen winter.
warum hat eigentlich irgendjemand mal für männlein und weiblein unterschiedliche namen erfunden? erpel und ente und ricke und bock und all das zeugs? hab auf das "warum" des kleinen begleiters noch keine glaubhafte antwort gefunden. meldungen willkommen.
Mittwoch, 15. Januar 2014
bärn: tierpark (wintervögel)
das motto des tierparks in bern ist überdeutlich, ständig präsent in wort und umsetzung: mehr platz für weniger tiere. schau ich mir die artenliste an, erschreck ich ein wenig, denn ich hätte geschrieben: da waren vielleicht so hm zwanzig arten? vielleicht so in etwa ein fünftel von berlin? so wenig arten sind es also doch nicht. aber eben: weniger tiere, mehr platz, immer noch zu wenig, immer noch machen wildtiere hinter gittern oder glas traurig, insbesondere mit dem vermerk: früher auch in mitteleuropa, heute vertrieben.
und: in berlin gehen wir nach zwei stunden völlig angefüllt und erschöpft. im dählhölzli waren wir fünfeinhalb stunden.
jedenfalls sind auch hier die bären im winterschlaf, trotz schöner architektur.
nicht ganz so müde waren die famosesten wintervögel, die ich diesen winter beobachten konnte: papageitaucher, im winterkleid nicht ganz so farbig. chlini motorböötli. unter wasser fliegen.
wer will, darf ein bisschen mit dem kleinen begleiter raten. irgendwann verrat ich dann die lösungen.
wie gross sind papageitaucher? so gross wie
a) ein spatz b) eine amsel c) ein mäusebussard
wie alt werden papageitaucher?
a) so alt wie du (4 jahre)
b) so alt wie grosses schulkind (15 jahre)
c) ein bisschen mehr als der onkel (20 jahre)
wie lange bleiben die papageitaucher an land?
a) ein ganzes jahr (12 monate)
b) ein halbes jahr, so lang wie sommer und herbst (6 monate)
c) so lang wie der frühling dauert (3 monate)
wie lange kann ein papageitaucher tauchen?
a) ganz kurz (5-10 sec) b) relativ lang (20 bis 30 sec) c) fast eine minute
wie schnell kann ich papageitaucher fliegen?
a) so schnell wie die strassenbahn fährt
b) so schnell wie der papa in der kleinen strasse auto fahren darf
c) fast so schnell wie der papa auf der autobahn fährt
wo bleiben die papageitaucher im winter?
a) in südeuropa, wo's ein bisschen warm ist
b) auf dem meer
c) am nordpol, wo's schön kalt ist
woran orientieren sich junge papageitaucher, wenn sie im dunkeln aus dem nest krabbeln?
a) an den sternen
b) am mond
c) an der strassenlaterne
die fragen gabs im tierpark, ich hab sie so abgewandelt, dass der kleine begleiter sie versteht. weniger zahlen.
ps: die blattschneideameisen hatten ein loch gefunden und waren alle abgehauen. der ruf der freiheit.
Montag, 13. Januar 2014
bärn: wintervögel suchen
das naturhistorische museum in bern liegt in guter gesellschaft (gewichtige köpfe mit "schüsseln und schirmmützen" aus der fassade des schützenmuseums gleich nebenan) und ist mit überdimensionierten ameisenköpfen auf pinkem grund, quietschendem skelett-karussell hinter rotem samtvorhang und einer wunderschönen vitrine voller schönster vogelfedern und eiern in nestern ganz links bis zu schnäbeln, köpfen und flügeln ganz rechts ("komm, wir gucken mal hier...") eine sache für sich. grafisch gesehen eine delikatesse. bloss etwas theatral. auch irgendwie charmant, zwischen künstlichkeit und überspitzter natürlichkeit. die vögel, die vögel ja, die haben wir ausführlich berufen. mama, und mach ein foto von meinen meisen!
Donnerstag, 19. Dezember 2013
wintervögel III: und ich sage euch, es zwitschert sehr
pünktlich zum ende der adventszeit zeige ich euch doch noch unseren adventskalender. es gab einen kurzen einbruch in der begeisterung (aber: was für ein schön-empörter ausruf: "ach nein! schon wieder ein vogel!" ich musste leider so lachen.). nun werden sie alle fleissig und fröhlich gesammelt und inzwischen auch schon eigenständig in den baum geklebt, denn überhaupt darf ich mich jetzt kaum noch bei etwas einmischen.
die illustrationen stammen von hier, sind also frei für weiterverwendung (bei korrekter quellenangabe ... ).
Montag, 9. Dezember 2013
wintervögel II
das ist unser vogelhaus. der kleine und der grosse begleiter haben es zusammen gebaut, jetzt steht es auf dem gartenkasten, in dem im sommer neben der bohne möhren, radieschen und salat wuchsen, im dritten stock. es ist nicht ganz so geworden, wie ich mir das grössenwahnsinnig vorgestellt habe, aber das heb ich mir fürs nächste jahr auf: ein richtiges futtersilo draus zu machen, dreckfrei und sinnvoll für menschen wie wir, die mal für wochen verschwinden (vögel mögen auch keine unregelmässigkeiten).
inzwischen haben wir unsere sammlerein ergänzt durch fette delikatessen vom nabu, denn ich hatte diesmal wenig lust und zeit, rindertalg/kokosfett mit zeugs zu vermantschen, auch wenn das ganz ordentlich und schön geht, wie mensch hier sieht. dafür sind jetzt auch mehlwürmer, garnelen und muschelkalk drin.
das petflaschen-futtersilo wird schon fleissig genutzt, wie der kleine begleiter berichtet hat. unsere hofvögel müssen uns erst wieder finden.
und das ist unser speisezettel:
sonnenblumenkerne von unseren sonnenblumen und gekaufte (aber die geschälten)
mohn
weizenkleie
gebrochene nüsse
haferflocken (wenn der winter richtig hart wird, werden wir ein paar in öl getränkte zum frühstück servieren)
bucheckern
hagebutten, vogelbeeren, und allerlei weitere beeren, hier und da auf reisen von den büschen gezupft
rosinen
verzeinzelte eicheln
bis auf die haferflocken ist nichts davon explizit als vogelfutter gekauft, etwa die hälfte gesammelt. hätte ich einen garten, würde ich einfach all die beerenbüsche pflanzen. und meinem kleinen begleiter beibringen, was in den mund darf, und was nicht. statt aus furcht vor der gefahr die vögel zu missen.
Mittwoch, 6. November 2013
wintervögel
wintervögelfütterung hat bei uns schon tradition. wenn ich morgens und am späten nachmittag die meisenbande in der kastanie hüpfen sehe, fängts unter den fingernägeln an zu kribbeln. auch der eichelhäher fliegt wieder durch den hof; einmal hab ich ihn mit grosser beute im schnabel erwischt.
die fütterung von vögeln im winter ist, das kann ich jetzt definitiv sagen, nicht notwendig. zumindest nicht für die vögel. je nach dem, wie man es anstellt, sogar gefährlich: dreckige futterhäuser, falsches futter, ... aber die möglichkeiten, sich zu informieren, sind zahlreich. und alle sind sich einig: zum zwecke, kleine vogelfreunde zu fördern, ist das füttern von vögeln im winter genehm.
uneins waren sich meine quellen eigentlich nur in einem punkt: durchgängig von november bis februar füttern oder nur wenn not am vogel ist. wir werdens durchgängig versuchen, denn wer weiss, ob uns wieder ein berliner-minus-17-grad-winter beschert wird.
dieser winter wird aber ein richtiger vogelwinter. einiges steht auf dem programmplan. bücher, apps, basteln und beobachtungstipps, um vogelarten zu erkennen und zu kennen. futterhäuser, futtersilos, futterarten. gesammeltes und erworbenes. lieder und geschichten. und natürlich dann und wann ein erfahrungsbericht, wahrscheinlich ohne fotos, weil die kamera da nicht mit kommt. unterstell ich ihr jetzt einfach mal.
dieses erste futtersilo hatte ich über pinterest entdeckt: petflasche, kinderkochlöffel, schnur. morgen wandert das ding in die kita. mal sehen, wie es sich bewährt. beim nächsten mal bedenken würde ich:
- das futter unterhalb des kochlöffels kann nicht gegessen werden. eventuell mit sand auffüllen.
- die löcher für den kochlöffel sollten nicht auf einer höhe liegen, so dass der löffel leicht nach unten neigt.
- vielleicht lassen sich auch zwei löffel unterbringen.
- einen trichter zum füllen vorher basteln (bevor der kleine begleiter ungeduldig wird).
ich bin gespannt, wie es angenommen wird! auch ob es stabil genug ist, die öffnung gross genug, wie lange das futter hält... fragen über fragen.
meine liebsten informationsquellen für diesen vogelwinter sind:
der NABU
die Vogelwarte
die Wildvogelhilfe
der Naturverlag Wawra, insbesondere "Natur erleben durch das Jahr 2"
Samstag, 5. Oktober 2013
wieder raus
ob heimat oder ferne, eines zur speisung und eines, damit man sich freut, das eine ist hier und das andere in grossen lettern, gesperrt und fett als versprechen unten aufm parkplatz. kleine ausflüge in die nähere sich noch immer neu anfühlende heimat (verflucht, bin ich froh, in berlin angekommen sein, vor genau vier jahren). die krumme lanke macht grade blicke ins weite, auch an menschenprallen feiertagen. sonne aus dem eiskalten wind saugen. schnecken essen, schoko (nutella!) für den kleinen begleiter, ich lass das erste glas johannisgelee ploppen für die roten. der waldboden gedeckt mit eicheln, knusprig-weich. aus dem see fischt der kleine begleiter, manchmal tiger, manchmal bär, rinden-fische und zweig-forellen, hast du davon noch nie gehört?
vor einem jahr im winter war ich mal in naugarten, also hier. alleine. war das schön. wildes brandenburg, so wiedersprüchlich das klingt, es ist mir immer noch lieber als weiter südlich, zumindest was dort unter 800 höhenmetern liegt.
und mit etwas schnecken- und gurkenhilfe wurden der kleine begleiter und ein schwan noch freunde. was bestechung so alles ausrichten kann...
Mittwoch, 11. September 2013
sammlungen
der kleine begleiter und ich sammeln fleissig vogelbeeren, eicheln, haselnüsse, hainbuchenfrüchte, und vielleicht finden wir doch auch noch bucheckern und ein paar restliche schwarze holunderbeeren. von unseren kleinen sonnenblumen werden wir die kerne pflücken und redlich teilen. alles für unsere vogelschar, die zumindest teilweise in der kastanie im hof überwintert. die letzten winter kamen eichelhäher, meisen, ein kleiber. diesen winter wollen wir dort, wo jetzt die bohne rankt und der salat spriesst ein ordentliches futterhaus bauen. bei gelegenheit erzähl ich dann auch mehr, was die futterauswahl angeht... jetzt muss hauptsächlich ans sammeln gedacht werden, der rest der gedanken darf noch an sonne verschwendet werden.
Samstag, 18. Mai 2013
auskehren
puh, der deckeleffekt, oder wie das hiess in der ollen zahlenzählerei: wir machen viel.
zum beispiel auf der wiese liegen und in die wellenwut der tiergärtnerischen mischbäume blicken.
oder blumen wieder ohne namen finden. aber hübsch sind sie trotzdem. vielleicht will ich auch grad zu viel benennen.
oder in starenschwärmen mit vollen schnäbeln anhalten und sich gegenseitig beäugen.
oder den abgeworfenen reisig der birken sammeln und einen hexenhandbesen basteln.
oder weisslinge verfolgen.
oder raupen begrüssen (und schnell wieder wegschicken).
und mehr kommt oder gibts bei der naturmama.
ach, und ich hab mir vorgenommen: immer schnur und messer und sonstsozeugs mit dabei haben. ein zujedergelegenheitbastelkit sozusagen.
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